Im August rücken die Bagger an

Einer für Autofahrer gefährlichen Delle in der Fahrbahn in Naßweiler soll endlich der Garaus gemacht werden. Ende August, so hat es der Rosseler Rat beschlossen, beginnen die Bauarbeiten: Das Gefälle der „Kohlersprung“- Rampe wird um fünf Prozent abgesenkt. Neben dieser Maßnahme stellte Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD) weitere Bauvorhaben vor.

Mehrere Bauprojekte standen am Donnerstagabend auf der Tagesordnung des Gemeinderates Großrosseln . Die Entschärfung und Sanierung der so genannten "Kohlersprung"-Rampe in der St. Nikolauser Straße in Naßweiler soll Ende August starten.

Die durch Grubenschäden verursachte Hebung und Senkung soll gemildert werden, das Gefälle von 21 auf 16 Prozent sinken. Im Rahmen der Maßnahme wird auch der Kanal erneuert. Einstimmig vergab der Rat Aufträge für Planung und Bauüberwachung in Höhe von knapp 16 000 Euro an ein Saarbrücker Ingenieurbüro.

Die Verwaltung teilte mit, dass die Baumaßnahme 40 000 Euro teurer wird als geplant. Und die Kosten für die Sanierung der Mühlenbachverrohrung liegen 100 000 Euro über der ursprünglichen Schätzung. Zur Deckung der Differenzen werden nun Gelder genutzt, die eigentlich für später geplante Maßnahmen vorgesehen waren. Die Mittel werden den Projekten aber nach einem genehmigten Haushalt 2016 wieder zugeführt.

Des Weiteren informierte Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD ) über zwei Aufträge, die er im Rahmen von Eilentscheidungen vergeben hat. Eine Straßenunterspülung in der Oberen Feldstraße und ein Gehwegeinbruch an der Ecke Emmersweilerstraße/Drulinger Eck müssen dringend behoben werden.

Das Bauamt schätzt die Kosten auf zusammen etwa 30 000 Euro, eine genaue Kostenermittlung ist aber erst während der Maßnahmen möglich. Im Zuge der Sanierung des Hauptsammlers Naßweiler durch den Entsorgungsverband Saar (EVS) werden einige gemeindeeigenen Kanäle mit erneuert. Der EVS hat sich um die entsprechende Auftragsvergabe gekümmert. Der Gemeindeanteil an den Baukosten beträgt 202 617 Euro. Die Maßnahme startet voraussichtlich Ende August, so wie für die "Kohlersprung"-Rampe.

Zum Thema:

AUF EINEN BLICK Der "Kohlersprung" in Naßweiler ist nach einem Anlieger benannt worden. Es handelt sich um eine extreme Absenkung in der St. Nikolauser Straße. Verursacht wurde sie durch den französischen Kohleabbau unterhalb des Ortes, der bis 2003 betrieben wurde - sie entstand in dessen letzten Jahren. Zum Ausgleich der Grubenschäden in Naßweiler hat das französische Bergbauunternehmen Charbonnages de France im Jahr 2014 insgesamt 1,5 Millionen Euro an die Gemeinde Großrosseln gezahlt. Die Reparatur der gefährlichen Stelle soll das Gefälle von derzeit 21 Prozent auf 16 Prozent mindern. Eine stärkere Einebnung ist wegen der Gebäude am Straßenrand nicht möglich. Voraussetzung ist eine andere Reparatur, nämlich die Sanierung der Straßendecke auf der Landesstraße 164 zwischen der Feldstraße in Emmersweiler und der St. Nikolauser Straße in Naßweiler. Mit diesen Arbeiten hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) soeben begonnen (wir berichteten). red

Mehr von Saarbrücker Zeitung