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Hexennacht mit Gruselgarantie

Und plötzlich stand er da, kam wie aus dem Nichts – ein Geisterbergmann mit unheimlicher Fratze.
Und plötzlich stand er da, kam wie aus dem Nichts – ein Geisterbergmann mit unheimlicher Fratze.
Großrosseln. Zur Geisterstunde ging es hinein in das dunkle Loch mit Gänsehauteffekt. Dafür sorgten allerlei finstere Gestalten entlang der Strecke. Unheimliche Geräusche und allerlei Lichteffekte sorgten für echtes Hexennacht-Feeling. Rolf Ruppenthal

Hexennacht im Erlebnisbergwerk Velsen: Ausnahmsweise startete die Geisterstunde an diesem Tage bereits um 17 Uhr und dauerte bis in den späten Abend. Im Dunkeln lässt es sich gut munkeln: Der Marsch durch Velsen mit Gruselgarantie lockte wieder viele Besucher von nah und fern an. Mehr als 350 Kinder stürmten das Bergwerk.

Das Abenteuer für die jungen Leute begann schon im Eingangsbereich: Hier bekamen sie ihren Helm angepasst. Und danach ging es schon hinein in das dunkle Loch mit Gänsehauteffekt. Dafür sorgten allerlei finstere Gestalten entlang der Strecke. Unheimliche Geräusche und allerlei Lichteffekte sorgten für echtes Hexennacht-Feeling. Und drumherum nichts als Dunkel: Ein Glück, dass wenigstens die Helmleuchte brannte und Papa oder Mama dicht nebenan waren. Gespentische Spinnentiere, zappelnde Fledermäuse, ja sogar Skelette und ein Sarg säumten den ohnehin schwierigen Weg. Und plötzlich stand er da, kam wie aus dem Nichts - ein lebendiger Geisterbergmann mit unheimlicher Fratze. Und auch ein leibhaftiger Hexenmeister durfte nicht fehlen.

Den ganz Kleinen gefiel das gruselige Szenarium überhaupt nicht. Andere bekamen gar nicht genug davon und absolvierten die Runde zwei, manche sogar drei Mal. Sie amüsierten sich königlich, wenn das Skelett im schwarzen Mantel vor dem Aufstieg zu Querstreb aufs Klatschen sich per Akustiksensor mit blutrot aufleuchtenden Augen zu bewegen anfing, dabei ächzte und stöhnte. Marcello (11) und sein Bruder Alessio (7) waren begeistert, stürmten gleich drei Mal durch das Stollenlabyrinth.

Sie waren das erste Mal in Velsen, nachdem ihre Mutter im Internet fündig geworden war und den Weg aus dem Nordsaarland nach Velsen nicht scheute. "Ganz schön unheimlich", gestand der siebenjährige Alessio, "aber lange nicht so schlimm, wie ich es mir eigentlich vorgestellt habe", meinte er zufrieden, als er nach der Jagd durch die Geisterbahn zusammen mit seinem Bruder Stockbrot über dem offenen Feuer briet. Und das schmeckte - ganz anders, viel besser, als das übliche Abendbrot. Abenteuer pur!

Wie auch Alessio und Marcello waren die meisten Kinder vor allem von der Fahrt auf dem Transportband begeistert. Und auch die lebende Bergmannskuh, eine Ziege vom Naßweiler Birkenhof, erfreute die Kinder, zumal sie für ihre Streicheleinheiten absolut empfänglich war und den Besuchern im Eingangsbereich der Knubbebud auch stolz ihre beiden gerade einmal zwei Tage alten Zicklein präsentierte.

Stolz waren auch Volker Etgen und seine Mitstreiter vom Erlebnisbergwerk Velsen, dass es ihnen gelungen war, auch diese dritte Hexennacht zu einem echten Knaller zu machen. Vor allem die Damen hatten sich eigens in die Hexentracht geworfen, um so dieser Veranstaltung den passenden Rahmen zu geben.

Auch etliche Kinder kamen verkleidet: So marschierten auch zahlreiche Skelette, Hexen und Teufel mutig durch das Dunkel der Grubennacht.



Hexennacht im Erlebnisbergwerk Velsen: Viele Kinder kamen verkleidet. Fotos (2): Rolf Ruppenthal
Hexennacht im Erlebnisbergwerk Velsen: Viele Kinder kamen verkleidet. Fotos (2): Rolf Ruppenthal
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