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Vorher noch was anderes
Heiligmorgen mit wummerndern Beats

Organisator Andreas Steinhauer ist mit der Resonanz bei seinem vierten „Heilisch Morje Treff“ zufrieden.
Organisator Andreas Steinhauer ist mit der Resonanz bei seinem vierten „Heilisch Morje Treff“ zufrieden. FOTO: Picasa / Andreas Lang
Karlsbrunn. Karlsbrunner trafen sich zur Einstimmung aufs Fest am Wildpark. Motorradfahrer mit roter Zipfelmütze unterwegs. Von Andreas Lang

(al) Besinnliche Weihnachtsklänge sind auf der „Heilisch Morje Party“ am Karlsbrunner Ortsrand nicht zu hören. Stattdessen wummern basslastige Beats aus den Boxen. Dazu das, was bekannte Discjockeys da so aus Sequenzen alter Hits und neuen Elementen zusammengemixt haben. Da passt „Ice, Ice, Baby“ thematisch noch am besten zum Thema Winter, verbunden mit dem Wunsch nach knackig-kalten Temperaturen, damit der Glühwein besser mundet. Bei nahezu zweistelligen Temperaturen auf dem Thermometer lassen sich die meisten dann aber doch lieber ein Bierchen schmecken.


Zum vierten Mal feiern sie so den „Heilisch Morje“ am Eingang des Wildparks, die Karlsbrunner und etliche Gäste aus der Region. Ohne genauer auf den Namen der gemeinten Metropole einzugehen sagt Organisator Andreas Steinhauer: „In der Stadt gibt es ja schon länger eine solche Party am Heiligmorgen.“ So was unweit der Haustüren der meisten potenziellen Besucher zu veranstalten, lag für ihn also auf der Hand: „Zumal das hier wunderschön am Waldrand liegt und viele Besucher nachher zu Fuß nach Hause gehen können.“ So bliebe das Wetter als Unsicherheitsfaktor, aber: „Dieses Mal scheint es zu passen, ich bin zufrieden.“

Inspiriert von ähnlichen Aktionen in der Stadt hat er sich vor vier Jahren erstmals gesagt: „Das probiere ich auch mal mit ein bisschen Musik.“ Und da das Wetter meistens gut war, stellte sich auch der Erfolg ein. Unweit sind auch noch die letzten Christbäume der Saison zu haben.

Schnell wird aber klar: Was hier zählt, sind die Gespräche. Immer wieder finden sich größere und kleinere Grüppchen. Man sproocht ein Weilchen, um sich dann anders zu formieren und dann erneut Geschichten auszutauschen.

Ein ständiges Kommen und Gehen stellt sich ein, unter anderem kommt auch Ortsvorsteherin Petra Fretter irgendwann gut gelaunt dazu. Keine Frage: Dieses Kontrastprogramm zur Besinnlichkeit kommt prima an.



„Wir machen jetzt noch bis etwa 17 Uhr Musik, danach verläuft sich das hier so langsam, die Leute gehen nach Hause, um dort besinnlich zu feiern“, so Steinhauer, der das alles im Alleingang organisiert hat, sich aber auf zahlreiche Helfer verlassen kann. Dabei kommt es ihm vor allem auf eines an: „Es muss den Leuten gefallen, das ist dann mein Lohn.“

Den Vormittag des Heiligabends haben die Menschen der Region übrigens in unterschiedlichster Art und Weise verbracht. Viele nahmen noch einen Frühschoppen im Stammlokal, wie der Hüttenschänke oder im Bit am Markt.

Und auch das war zu beobachten: Eine größere Gruppe Motorradfahrer brauste die Bundesstraße 51 entlang – mit roten Zipfelmützen über die Helme gezogen.