Warndtprodukte ziehen an: Gut besucht trotz schlechten Wetters

Warndtprodukte ziehen an : Gut besucht trotz schlechten Wetters

In ihrem 13. Jahr ist sie beliebter denn je: Bei der Verkaufsausstellung „Warndtprodukte genießen“ gab’s richtig Gedränge.

Viele Warndtprodukte-Liebhaber folgen am Samstagnachmittag der Einladung der Gemeinde Großrosseln und besuchen die 13. Auflage der zweitägigen Verkaufs- und Präsentationsausstellung. Die  Stimmung  auf  dem Karlsbrunner Festplatz ist gut, die Atmosphäre familiär. Die Besucher greifen zu Probierhäppchen, informieren sich über die Herstellung der Waren und plaudern mit alten Bekannten.

Von A wie Apfelsaft bis Z wie Ziegenkäse reicht die Palette der Naturprodukte. Warme Wollmützen, Schnäpse, Wein, Marmelade und Glasschmuck sind im Angebot. Das Bergbaumuseum von Petite-Rosselle informiert, ein Korbflechter lässt sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. „Das Glück klopft öfter an,  als man denkt. Man muss es nur hereinlassen“, steht auf einem Anhänger aus Ton. Dem Nikolaus öffnet sicher jeder die Tür. Wer möchte, kann einen Wunschzettel in seinen Briefkasten werfen.

Francesca Galati präsentiert ihr Kochbuch. Eine Zutat darf bei keinem der Gerichte fehlen: viel Liebe. „Kochen ist meine Leidenschaft“, sagt die Autorin. Die etwa 30 Aussteller empfangen die Besucher mit offenen Armen. „Das war‘s?“, fragt Marion Kledtke vom Naßweiler Birkenhof. Ja, das war‘s. Zumindest fürs Erste. „Ich komme wahrscheinlich morgen wieder, mit meinem Mann“, kündigt die Kundin an.

Kledtke fühlt sich wohl im warmen,  trockenen Zelt. Auf anderen Märkten, erzählt sie, gibt es keinen Schutz gegen Wind und Wetter. „In diesem Jahr ist der Ziegenkäse mit Tomate, Kräutern, Knoblauch und ein bisschen Chili der Renner“, berichtet Kledke.

Ebenfalls gefragt sind die Sauerteigbrote des Backhaus-Vereins. Zweieinhalb Stunden nach dem Startschuss sind bereits 120 der 160 Laibe verkauft. Während einige Mitglieder im Zelt die Stellung halten, backen die Kollegen in Lauterbach den Nachschub für Sonntag. Esther Zimmer mischt sich mit den Brot-Häppchen unter das Fest-Publikum. Auch die Ausstellungskollegen greifen gerne zu. „Schmeckt fein!“, versichert Traudl Lavall am Stand des Landschaftspflegevereins Karlsbrunn.

Bei ihr muss ebenfalls niemand die Katze im Sack kaufen. Vor ihr stehen kleine Spieße mit Salami und Roh­esser von der Heidschnucke. An der Kuchentheke der Karlsbrunner Blumenfrauen bildet sich eine kleine Schlange. Süße Leckereien haben auch die Imker des Bienenzuchtvereins Völklingen mitgebracht.

„Die Ernte war nicht so gut wie in den Vorjahren“, erläutert Honigexperte Wolfgang Pöhlmann, während einer seiner Mitstreiter im Biene-Maja-Kostüm die Stellung hält. Zu kalt und zu nass sei es gewesen.

Warme  Speisen  werden  vom Restaurant Warndtperle serviert. Auf der Karte stehen Wirsingroulade mit Kartoffelklößen oder Brust vom Ludweiler Glandrind in würziger Meerrettichsauce.

Silke Stocker aus Ludweiler bietet im Zelt selbst gefertigten Schmuck aus Glas an. Foto: BeckerBredel
Benjamin Mink und Bernd Wißmann (als Biene Maja) vom Bienenzuchtverein Völklingen.  . Foto: BeckerBredel
Er präsentiert Bergbau-Erinnerungen: Horst Schmadel von Les Mineurs.  . Foto: BeckerBredel
Esther Zimmermann vom Lauterbacher Backhaus reicht Brot-Probierhäppchen. Foto: BeckerBredel

Und wie gefällt es den Besuchern? „Sehr schön! Wir haben viele Sachen gekauft“, erzählt Christel Aubertin. Während sie mit ihrer 96-jährigen Mutter am Ausgang wartet, holt der Ehemann noch einige Apfelsaft-Kartons. Auch eine Rose nimmt die Familie mit nach Hause – als kleines Dankeschön für die Kuchenspende. Für Christel Aubertin steht fest: Sie wird im nächsten Jahr wiederkommen.

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