Grünes Licht zum Bauen

Der Bebauungsplan für die ehemalige Tagesanlage Warndt wird dem Bedarf angepasst. Und in Naßweiler soll es zehn neue Baustellen geben. Entsprechende Beschlüsse fassten nun die beiden Ortsräte.

Die Gemeinde Großrosseln will die Vermarktung der ehemaligen Tagesanlage Warndt durch die Verschiebung so genannter Lärmkontingente erleichtern. Sie legen die maximale Lärmbelastung eines Gebietes fest. Eine entsprechende Teiländerung des Bebauungsplans hatte der Gemeinderat im März auf den Weg gebracht. Am Dienstagabend gab der Ortsrat Dorf im Warndt grünes Licht für die weiteren Verfahrensschritte.

Das Karlsbrunner Feld soll aus dem Bebauungsplan herausgenommen werden. Für dieses Areal reservierte Lärmkontingente werden dem Bereich zugeschlagen, in dem sich Parkplatz, Pförtnergebäude und Kantine befinden. Damit macht man den Weg frei für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Ursprünglich war für diese Fläche eine ruhige Büronutzung vorgesehen. Eine weitere Änderung: Zukünftig sollen in dem Areal Vergnügungsstätten ausnahmsweise zugelassen werden.

Platz für Pflegedienst

Im Rahmen der Offenlage des Planentwurfs sind keine Stellungnahmen der Öffentlichkeit eingegangen. Einstimmig empfiehlt nun der Ortsrat Dorf im Warndt dem Großrosseler Gemeinderat, den Bebauungsplan als Satzung zu beschließen. Vor dem Gemeinderat wird sich aber zunächst noch der Ortsrat Karlsbrunn mit dem Thema befassen.

In der Naßweiler Straße Am Hirtengraben ist ein kleines Neubaugebiet geplant, direkt an der französischen Grenze sollen zehn Bauplätze entstehen. Das entsprechende Bebauungsplanverfahren steht kurz vor dem Abschluss. Am Dienstagabend empfahl der Ortsrat Naßweiler dem Gemeinderat einstimmig, den Bebauungsplan als Satzung zu beschließen. Mit ersten Erschließungsarbeiten wurde bereits begonnen.

Grünes Licht gab es auch für die weiteren Schritte zur Teilaufhebung des Bebauungsplans "Industriegelände Naßweiler". Dadurch soll es einem Pflegedienst ermöglicht werden, sich im Bereich der Straße Am Hirschelheck mit einer Kurzzeitpflege niederzulassen. Die etwa 0,6 Hektar große Fläche direkt an der L 164 ist bisher noch als Industriegebiet deklariert. Nach dem Ortsrat befasst sich am Donnerstagabend auch der Gemeinderat Großrosseln mit den beiden Bebauungsplänen.