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Großrosseln: Neues vom Parcours für Bogenschützen im Warndt

Noch dieses Jahr soll gebaut werden : Neues vom Parcours für Bogenschützen im Warndt

Mit Pfeil und Bogen in Bewegung in der freien Natur: Seit etwa vier Jahren gibt es die Pläne, im Warndtwald, beginnend am Jagdschloss im Großrosseler Ortsteil Krlsbrunn, einen Bogenparcours zu errichten, der Großrosseln auch touristisch aufwerten soll.

Im Dezember 2019 erhielt Großrosseln dafür bereits einen Zuwendungsbescheid von knapp 67 500 Euro aus dem Leader-Förderprogramm der EU für den ländlichen Raum. Seither hatte sich aber nicht viel getan für das Projekt.

Jetzt ist es ein Schrittchen weiter, denn die Gemeindeverwaltung hat nun die notwendige öffentliche Ausschreibung zur Suche nach einem Betreiber und zur „Bauplanung und Umsetzung“ gestartet, „für die Erweiterung der touristischen Angebote innerhalb der Gemeinde Großrosseln“, wie es in der Mitteilung der Gemeindeverwaltung heißt. Wobei man ergänzen muss, dass die Gemeinde zu dieser Ausschreibung verpflichtet ist, denn eigentlich hatte die Verwaltung schon vor drei Jahren auf einen bestimmten Partner gesetzt: David Kossmann ist Inhaber des Unternehmens DK Bow-Factory und betreibt einen solchen Bogenparcours in Marpingen-Berschweiler. Auch in Tholey gibt es einen ähnlichen Parcours, der im Warndt wäre somit der dritte im Saarland, was die Gemeindeverwaltung auch in dieser Gesamtheit der saarländischen Anlagen positiv sieht, denn im Zusammenhang mit der Ausschreibung heißt es: „Ähnlich wie beim Golftourismus ist eine Region dann für Bogenschützen interessant, wenn innerhalb eines Urlaubs mehrere Parcours in unterschiedlicher Gestaltung und in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden genutzt werden können.“

In Großrosseln soll der Parcours, beginnend und endend im Forstgarten des Jagdschlosses Karlsbrunn, über Teile des Themenwanderwegs „Schäfertrail“ und über Teile des Premiumwanderwegs „Warndt-Wald-Wege“ verlaufen. Wird das ursprüngliche Vorhaben realisiert, dann gibt es – auch einzeln nutzbar – eine große und eine kleine Schleife, zusammen etwa 10,5 Kilometer lang und mit 39 Zielstationen. 

Offiziell ist von einem „3-D-Bogenschießparcours“ die Rede, weil nicht auf flache Scheiben, sondern auf Kunststoff-Tierfiguren geschossen wird. Die Anlage soll letztlich Touristen ebenso wie Sportbogenschützen ansprechen, sie soll für Wettkämpfe, aber zum Beispiel auch für Klassenausflüge oder für Kurse im Bogenschießen geeignet sein. Laut Ausschreibung soll die Anlage ab kommenden Sommer oder Herbst entstehen.

ausschreibungen-2/">www.grossrosseln.de/