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Großrosseler Rat stimmt Haushalt zu

Defizit sinkt : Großrosseler Rat stimmt Haushalt zu

Mit den Stimmen der SPD hat der Gemeinderat Großrosseln am Donnerstag den Haushalt  2019 verabschiedet. Kämmerer Daniel Albert erläuterte die Zahlen: Das voraussichtliche Defizit 2019 beträgt rund 418 700 Euro.

Das Ergebnis fällt um 1,16 Millionen Euro besser aus als 2018.

Aufgrund stark steigender Einnahmen unter anderem bei der Gewerbe- und Grundsteuer rechnet die Gemeinde 2020 sogar mit einem Jahresplus – erstmals seit Einführung der Doppik im Jahr 2009.

Da Großrosseln auch in der Folgezeit Gewinne erwarte, könne die Rücklage künftig schrittweise wieder aufgebaut werden, erläuterte Albert. In den vergangenen zehn Jahren ist ein Defizit von 17,3 Millionen Euro aufgelaufen. Für eine grundsätzliche Entwarnung sei es noch zu früh. „Die Haushaltslage der Gemeinde bleibt weiterhin angespannt“, erklärte Albert.

2019 beträgt die Nettoneuverschuldung, also die Aufnahme von Investitionskrediten minus Tilgung alter Kredite 513 000 Euro, das Investitionsvolumen 1,16 Millionen Euro, erklärte der Kämmerer. Die Gemeinde nimmt zum Beispiel Geld in die Hand für den Neubau eines Kindergartens im Ortsteil Großrosseln und die Errichtung eines Bogenparcours in Karlsbrunn. Die Verwaltung will außerdem in diesem und in den kommenden Jahren die Fußball-Hartplätze in Emmersweiler, Dorf im Warndt und Naßweiler erneuern.

Die CDU-Fraktion und Heinz Pflederer (fraktionslos) lehnten den Haushalt ab. CDU-Fraktionschef Fred Schuler begründete das Nein  seiner Partei damit, dass 2019 kein Geld für den Bau einer neuen Versammlungsstätte in Karlsbrunn eingestellt ist.