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Frühjahrsputz fördert in Naßweiler Wodka-Flasche und mehr zutage

Frühjahrsputz fördert in Naßweiler Wodka-Flasche und mehr zutage

Etwa zehn Picobello-Unterstützer treffen sich am Freitagnachmittag am Parkplatz hinter dem Naßweiler Dorfgemeinschaftshaus. Ein Helfer bringt sein selbst gebasteltes Werkzeug mit: Die Holzleiste mit dem großen Nagel an der Spitze eignet sich prima zum Aufspießen von Müll.

Ein Kollege wechselt kurz vor dem Einsatz noch auf geländetaugliches Schuhwerk. Und Hans Hamm fährt mit dem Anhänger um die Ecke. Auf ihm landet später der gesammelte Unrat. Nach dem Frühjahrsputz lädt Ortsvorsteher Hans-Werner Franzen die Mitstreiter zum Umtrunk mit kleinem Imbiss ein. Für die beiden jüngsten Teilnehmer, Ilja (4) und Janosch (10) Quinten, gibt's schon vor dem Startschuss eine Tafel Schokolade.

Auch Greifer, Abfalltüten und Handschuhe holt Organisator Franzen aus dem Kofferraum. Reinigungstrupps werden zusammengestellt, Routen festgelegt. "Ich bin schwer bewaffnet", scherzt Janosch , während er den Greifer schon mal zur Probe zuschnappen lässt. Wenig später findet Ilja die erste Wodka-Flasche, sein Opa Alfred Quinten hält den Müllsack auf. Vom Schwamm über die Zigarettenschachtel bis zur Chipstüte reicht die Bandbreite des Unrats, den das Trio am Rande eines Feldweges aufsammelt. "Ojemine!", ruft Ilja, als er eine weggeworfene Zeitung entdeckt. Und was blinkt dort hinten weiß im Gras? Fehlalarm! Der Schneerest verschwindet bald von selbst. Ganz im Gegensatz zu den Teilen eines kleinen Laufrades und eines Tisches, die unverantwortliche Zeitgenossen im Gelände entsorgt haben. Ilja, Janosch und Alfred Quinten sind selbst öfter in der Natur unterwegs. Für das Trio dabei Ehrensache: Müll wird nicht achtlos in die Gegend geworfen.