Frühere Grundschule in Großrosseln wird zum „Haus der Vereine“

Bürgermeister stellt Umbaupläne vor : Ex-Schule wird zum „Haus der Vereine“

Gemeinde Großrosseln will Gebäude umbauen und Förderprogramme von Bund und Land nutzen.

Die frühere Grundschule in Großrosseln soll zum „Haus der Vereine“ umgebaut werden. Bund und Land hätten Förderprogramme speziell für den ländlichen Raum in Aussicht gestellt, sagt Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD). Die will er nutzen. Da bei diesen Förderprogrammen aber schnell reagiert werden müsse, um Anmeldefristen einzuhalten, werde die Gemeinde die Planung bestimmter Projekte vorbereiten, erklärt Dreistadt. Dazu gehöre die ehemalige Grundschule am Klosterplatz. Der Polizeiposten ist im Erdgeschoss bereits eingezogen. Hier soll als erster Schritt eine Rampe für Behinderte am Haupteingang gebaut werden. Wie Dreistadt sagt, werde diese Baumaßnahme im Rahmen des Regionalbudgets des EU-Programms „Leader“ für die Region Warndt-Saargau gefördert. 20 000 Euro stehe der Gemeinde aus diesem Topf zur Verfügung. Der Umbau der ehemaligen Schule werde insgesamt 2,5 Millionen Euro kosten und abhängig von den Zuschüssen mehrere Jahre dauern.

Nach Angaben von Ortsvorsteher Jörg Steuer (SPD) hatte Dreistadt in der vergangenen Sitzung des Ortsrats Großrosseln das Raumkonzept vorgestellt. In den kommenden Jahren soll das Gebäude nach und nach saniert und langfristig durch den Einbau eines Aufzugs barrierefrei werden. Unter anderem müssen Dach und Fenster erneuert werden. In dem Gebäude soll ein großer Probenraum für den Musikverein entstehen. Der Billardclub 1911 Großrosseln wird ins Dachgeschoss ziehen. Die übrigen Klassenräume bleiben unverändert, teilt Steuer mit. Einen Raum nutze bereits die Evangelische Kirchengemeinde für einen Kleiderladen, zwei die Gemeinderatsfraktionen von CDU und SPD. Einen Raum könne künftig die katholische Kirchengemeinde als Jugendtreffpunkt belegen. Einen weiteren Raum sollen Vereine und Organisationen jeweils zu bestimmten Zeiten nutzen können. Im Keller gebe es bereits einen Proberaum des Jugendorchesters und Lagerräume des Karnevalvereins Doll Doll und des Musikvereins Rheingold. Der Ortsrat stimmte nach Angaben Steuers dem Raumkonzept einstimmig zu und ermächtigte Bürgermeister Dreistadt, die Planung zu beauftragen. Die Fraktionen einigten sich auf den neuen Namen „Haus der Vereine Großrosseln“. Die Grundschule war 2015 umgezogen, als der Regionalverband die Großrosseler Gemeinschaftsschule mit der in Völklingen-Ludweiler zusammengelegt hatte und das Haus am Wilhelm-Heinrich-Weg nicht mehr brauchte. Ab 2015 nutzte die Gemeinde die ehemalige Grundschule als Unterkunft für rund 40 Flüchtlinge, die dann nach und nach auszogen.

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