Feuerwehr: Aus sechs mach' drei

Großrosseln. Die sechs Löschbezirke der Freiwilligen Feuerwehr Großrosseln werden zu drei Wachen zusammengelegt (wir berichteten bereits). Während einer Versammlung der Wehr erläuterte Bürgermeister Peter Duchene am Donnerstagabend die aktuellen Pläne: In einem ersten Schritt wird für die Wache Süd, zu der die Löschbezirke Naßweiler, St

Großrosseln. Die sechs Löschbezirke der Freiwilligen Feuerwehr Großrosseln werden zu drei Wachen zusammengelegt (wir berichteten bereits). Während einer Versammlung der Wehr erläuterte Bürgermeister Peter Duchene am Donnerstagabend die aktuellen Pläne: In einem ersten Schritt wird für die Wache Süd, zu der die Löschbezirke Naßweiler, St. Nikolaus und Emmersweiler vereint werden, ein neues Gerätehaus im Gewerbegebiet Am Hirschelheck gebaut. Die Löschbezirke Dorf im Warndt und Karlsbrunn bilden die zukünftige Wache West. Ob für diese Wache auch ein neues Gebäude errichtet wird, steht noch nicht fest. Alternativ könnte das Feuerwehrgerätehaus im Warndtdorf umgebaut werden. Das Gebäude des Löschbezirks Großrosseln bildet die neue Wache Ost. "Ich denke, dass das Gesamtkonzept in acht bis zehn Jahren umgesetzt ist", erklärte Duchene in der Rosseltalhalle.Auf der Grundlage des von einer Managementgesellschaft für kommunale Anlagen erstellten Brandschutzbedarfsplans hatte die Feuerwehr das "Konzept Feuerwehr Großrosseln 2015" entwickelt und in einem Arbeitskreis mit Vertretern von Verwaltung und Politik abgestimmt. Im Dezember 2008 gab der Gemeinderat grünes Licht. Die Bündelung der Kräfte verfolgt das Ziel, die Wehr vor dem Hintergrund sinkender Bevölkerungszahlen schlagkräftiger zu machen, die laufenden Kosten zu reduzieren und die Tagesalarmbereitschaft zu erhöhen. Die Feuerwehr geht von einer Mannschaftsstärke von etwa 45 aktiven Feuerwehrleuten je Stützpunkt aus. Damit ist die Einsatzbereitschaft gewährleistet. Neben den Gebäuden passt die Gemeinde auch die technische Ausrüstung den zukünftigen Herausforderungen an. "Alle Wachen werden über zwei Löschfahrzeuge verfügen", erklärte Wehrführer Fritz Schido. Hinzu kommen Spezialfahrzeuge. Drei neue Hilfeleistungslöschfahrzeuge und ein neuer Mannschaftstransportwagen sollen fünf alte Fahrzeuge ersetzen.Der Neubau für die Wache Süd verfügt unter anderem über drei Fahrzeugboxen und einen Schulungsraum für 100 Personen. Da es sich bisher erst um einen Vorentwurf handelt, steht der Baubeginn noch nicht fest. Die Finanzierung ist aber schon in trockenen Tüchern. Das saarländische Innenministerium fördert die 1,2 Millionen Euro teure Maßnahme mit 800 000 Euro, die restlichen 400 000 Euro schultert die Gemeinde selbst. Mit Blick auf die demografische Entwicklung lobte Innenminister Klaus Meiser die Bereitschaft, frühzeitig die Zukunft der Wehr zu planen und Löschbezirke auf freiwilliger Basis zusammenzulegen. Wegen der "Vorreiterrolle", die Großrosseln im Saarland übernehme, handele es sich um ein "Modellprojekt", dass mit mehr als den üblichen 40 Prozent gefördert werde.

HintergrundDie drei neuen Wachen werden sich nach Angaben von Wehrführer Fritz Schido auf bestimmte Bereiche spezialisieren: Die Wache Süd kümmert sich um die Atemschutzwartung, die Atemschutzausbildung und die allgemeine Gerätewartung. In der Wache West werden die Waldbrandbekämpfung und die allgemeine Ausbildung im Mittelpunkt stehen. Die technische Hilfeleistung und der vorbeugende Brandschutz fallen in den Aufgabenbereich der Wache Ost. tan