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Die Feuerwehr bleibt im Ort
Feuerwache West wächst in Dorf im Warndt

Ortsvorsteher Werner Hektor an der Baustelle des Feuerwehrgerätehauses in Dorf im Warndt.
Ortsvorsteher Werner Hektor an der Baustelle des Feuerwehrgerätehauses in Dorf im Warndt. FOTO: Thomas Seeber
Dorf im Warndt. Die Feuerwehr bleibt im Ort. Und auch junge Leute nutzen jede Chance, sich in Dorf im Warndt niederzulassen – dem Ort, der bald sein 80-jähriges Bestehen feiert. Im Juli startet das große Fest. Von Thomas Annen

Der Plan des neuen Feuerwehrgerätehauses Dorf im Warndt hängt im Büro von Ortsvorsteher Werner Hektor (71). Regelmäßig überzeugt sich der SPD-Politiker vor Ort von den Baufortschritten. Seit Juni 2017 wird das Gebäude an der Ecke Bertholdstraße/Ziegelei zum neuen Domizil des Großrosseler Löschbezirks West aus- und umgebaut.


Während der Bauphase ist die Wache außer Betrieb. Die Einsatzbereitschaft bleibt aber erhalten. Die Feuerwehr ist momentan auf der Tagesanlage Warndt stationiert und nutzt dort unter anderem Räumlichkeiten des Bauhofs. „Wenn alles planmäßig läuft, ist im April Einweihung“, sagt Hektor im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Er freut sich, dass die Feuerwehr im Ort bleibt.

Natürlich ist er auch froh, dass die Kindertagesstätte Warndtwichtel sehr gut angenommen wird. Es gibt Überlegungen, eine zusätzliche Gruppe einzurichten. „Dann müsste angebaut werden“, meint  der Ortsvorsteher. Nicht nur im Kindergarten, sondern auch in der benachbarten Mehrzweckhalle herrscht ordentlich Betrieb. Sie sei von Montag bis Freitag voll ausgelastet, betont Hektor. Am Wochenende gingen dort immer wieder Veranstaltungen über die Bühne: von der Kappensitzung über das Maifest bis zum Kässchmieressen. In und um die Mehrzweckhalle wird im Juli das 80-jährige Bestehen des Ortes gefeiert, unter der Regie von Heimat- und Verkehrsverein und Ortsrat.

Ein Festkommers und ein kleiner Umzug sind geplant. Außerdem werden dann zwei neue Attraktionen für die Parkanlage in Dorf im Warndt eingeweiht: eine Bergwerks-Lore und eine Sitzgarnitur.

Bei der notwendigen Befestigung der Gehwege im Park hofft man auf Geld aus dem europäischen Leader-Förderprogramm. Gute Nachricht für die Fußballer des FC Dorf im Warndt: Die Sanierung ihres Hartplatzes rückt näher. Werner Hektor hofft, dass der Belag in diesem oder im nächsten Jahr wieder in Schuss gebracht wird.



Die Infrastruktur im Ort ist laut Hektor noch weitgehend intakt. Das Vereinsleben ist rege, neben Kindergarten, Jugendzentrum und Mehrzweckhalle gibt es auch noch einige Geschäfte. Der Breitbandausbau fürs schnelle Internet ist abgeschlossen. Das alles macht das Wohnen attraktiv. Steht mal ein Haus zum Verkauf, erläutert Hektor, findet sich schnell ein neuer Eigentümer. Meist handele es sich dabei um junge Leute aus dem Ort.

Ein Wermutstropfen: Die Sparkasse Saarbrücken hat ihre Filiale im Warndtdorf im vorigen Jahr geschlossen. Auch in Dorf in Warndt sind auf der Durchgangsstraße immer wieder Raser unterwegs. Deshalb freut sich der Ortsvorsteher, dass die Stadt Völklingen mit ihren Hipos seit Jahresbeginn den ruhenden und fließenden Verkehr in der Gemeinde Großrosseln im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit überwacht.