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Fantasie-Reise zu kambodschanischen Kindern

Fantasie-Reise zu kambodschanischen Kindern

Großrosseln. Wie ein Kapitän empfängt Cornelia Wernet die 40 Kinder im Pfarrheim der Großrossler St. Wendalinus-Gemeinde, die im Januar als Sternsinger in den Gemeindeteilen Großrosseln, Dorf im Warndt und Emmersweiler unterwegs sein werden. Mit freundlichem Lächeln und den Worten "Herzlich willkommen an Bord" überreicht sie jedem Kind seine Bordkarte

Großrosseln. Wie ein Kapitän empfängt Cornelia Wernet die 40 Kinder im Pfarrheim der Großrossler St. Wendalinus-Gemeinde, die im Januar als Sternsinger in den Gemeindeteilen Großrosseln, Dorf im Warndt und Emmersweiler unterwegs sein werden. Mit freundlichem Lächeln und den Worten "Herzlich willkommen an Bord" überreicht sie jedem Kind seine Bordkarte. Von der Einstiegsluke aus geht es sofort ins Bordkino, wo den zukünftigen Sternsingern ein Film über Kambodscha gezeigt wird. Denn dieses Land will das Kindermissionswerk, an das die Sternsingerspenden gehen, mit dem gesammelten Geld unterstützen.Die Stimme im Film ist den meisten Kindern bestens bekannt: Armin Maiwald, der in den Sachgeschichten aus der ARD- Reihe "Die Sendung mit der Maus" die kompliziertesten Sachverhalte kindgerecht erklärt, informiert auch über die Lage der Kinder in Kambodscha. "Der Straßenverkehr in Kambodscha ist chaotisch, vieles wird mit der Hupe geregelt", berichtet er zu Beginn. Und stellt dann die ersten notleidenden Kinder vor. Tulat aus Pnom-Penh etwa, der sein Leben ohne Hände und Beine meistern muss, vermutlich, weil seine Mutter während der Schwangerschaft an Mangelernährung litt. Sobald das Filmteam die Metropole verlässt, wird klar, dass Landminen das größte Problem sind. Immer wieder berichten Kinder, wie sie durch diese unmenschlichen Waffen Arme und Beine verloren haben. Gäbe es keine Hilfsorganisationen, die sich um sie kümmern, müssten sie vermutlich verwahrlost leben oder hätten sich selbst schon aufgegeben: Das bleibt bei den Großrosseler Kindern hängen, wie sich anschließend in der Filmbesprechung zeigt."Jetzt habt ihr noch ein wenig Zeit zum Spielen, ehe es Mittagessen gibt", informiert Wernet danach. Zu Mittag gibt es selbstverständlich kambodschanische Küche. "Glasnudeln, Putenfleisch und Gemüse, die kambodschanische Küche ist der thailändischen recht ähnlich", sagt Wernet, die seit 20 Jahren die Sternsinger auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Am Nachmittag werden unter anderem Schals aus Kambodscha mit dem Spruch "Kinder zeigen Stärke" beschriftet - das ist das Motto der Sternsingeraktion im Januar. Die fertigen Schals werden später zusammen mit den Sternen und der Kreide der Sternsinger gesegnet und gegen Spenden als Glücksbringer verkauft. Außerdem steht noch Büffeln auf dem Reiseplan der Schiffspassagiere. "Wir müssen noch Texte und Lieder für die Aktion einüben", sagt Wernet.Die Sternsingervorbereitung geht seit Jahren so über die Bühne. "Manchmal reisen wir wie heute mit den Schiff, manchmal mit dem Flieger, das hängt davon ab, in welches Land es geht", sagt Wernet. Sie meint: "Wenn die Kinder wissen, wie es um die Kinder bestellt ist, für die sie sammeln, gehen sie mit mehr Engagement an die Sache."