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Essers Tore ärgern den Spitzenreiter

Essers Tore ärgern den Spitzenreiter

Der SV Karlsbrunn hat im Warndtderby der Verbandsliga 2:2 (1:1) gegen den SC Großrosseln gespielt. Christian Esser hat Karlsbrunn zwei Mal in Führung gebracht – obwohl sein Einsatz im Vorfeld ausgeschlossen wurde.

600 Zuschauer sahen im Warndtderby der Verbandsliga Südwest zwischen dem Tabellenzehnten SV Karlsbrunn und Tabellenführer SC Großrosseln am Samstag ein packendes Spiel. Beide Teams boten temporeichen Angriffsfußball, es gab Torchancen in Hülle und Fülle und bei der Mannschaftsaufstellung der Gastgeber eine Überraschung: Im Vorfeld wurde ausgeschlossen, dass Torjäger Christian Esser spielen könne. Es hieß, er sei nach seinem Mittelhandbruch gar nicht im Aufgebot. Doch dann lief Esser auf - und hatte maßgeblichen Anteil am 2:2 (1:1). "Ich habe diese Woche erstmals wieder trainiert. Mein absoluter Wille, das Spiel zu gewinnen, hat dazu geführt, dass ich mich zurückgemeldet habe", erklärte er.

Sein Einsatz lohnte sich: Gleich die erste Chance des Spiels nutzte Esser zum 1:0. Tobias Daub hatte von links hoch vors Tor geflankt, die Gästeabwehr war unsortiert, Esser stand am rechten Pfosten frei und köpfte ins lange Eck (9.). "Dieses Tor darf nicht fallen, wir standen da ganz schlecht", sagte Gästetrainer Micha Groß. Danach jedoch spielte nur noch Großrosseln und glich in der 25. Minute zum aus: Dominik Jochum hob den Ball von der Mittellinie in den Karlsbrunner Strafraum. Andy Brück war flinker als die Verteidiger, lupfte die Vorlage trotz Bedrängnis über Torwart Tristan Becker in den Lauf von Tony Bretterbauer, der volley zum 1:1 traf.

In der Folge hatte Großrosseln weitere Chancen. Die Größte vergaben Brück und Bretterbauer: Daniel Demmerle flankte von rechts, Bretterbauer stand drei Meter vor dem Tor frei, hätte nur einzunicken brauchen, verfehlte den Ball jedoch. Am zweiten Pfosten lauerte Brück , auch ungedeckt. Er setzte den Kopfball jedoch am leeren Tor vorbei (38.).

Wie in Halbzeit eins, hatte Karlsbrunn zu Beginn der zweiten Hälfte den besseren Start: Aus 18 Metern zog der eingewechselte Kevin Schuler ab. Torwart Fabian Quirin wehrte den Kracher ab - genau auf den Fuß von Esser, der "mit Schmagges" aus sieben Metern zum 2:1 traf (47.). Jetzt war Karlsbrunn im Spiel, drängte mit Macht auf die Entscheidung. Kapitän Manuel Haag hatte sie auf dem Fuß, als er einen abgewehrten Esser-Schuss freistehend nur noch einzuschieben brauchte, aber an Quirin scheiterte (65.). "Das Ding muss ich machen, dann ist der Sack zu. Aber der Torwart hat klasse reagiert", haderte Haag.

Auch Yannick Strutt hätte für klare Verhältnisse sorgen können, als er ein Solo durch die Rosseler Abwehr hinlegte und ebenfalls an Quirin scheiterte (72.). Im Gegenzug überrannte der fünf Minuten zuvor eingewechselte Michael Eiloff die Karlsbrunner Abwehr, passte quer zu Brück und der schoss zum 2:2 ein (72.). "Das 2:2 ist leistungsgerecht. Die erste Halbzeit ging an Großrosseln , die zweite an uns", sagte Haag. Ähnlich Micha Groß: "Karlsbrunn hat das in der zweiten Halbzeit richtig gut gemacht und sich das Remis verdient."