Erinnerung an Gitarren-Legenden

Großrosseln · Die saarländische Gruppe Slowhand („The Eric Clapton Tribute Show)“ und die Saarländer in Berlin, The Vibe, Jimi-Hendrix-Cover-Band, hatten sich zusammengeschlossen und ließen Hits dieser beiden Gitarrenlegenden lebendig werden.

 The Vibe, hier mit Sänger Florian Bingold und Gitarrist Roger Weiler, bewegten sich in der Rosseltalhalle auf den Spuren von Jimi Hendrix. Foto: Jenal

The Vibe, hier mit Sänger Florian Bingold und Gitarrist Roger Weiler, bewegten sich in der Rosseltalhalle auf den Spuren von Jimi Hendrix. Foto: Jenal

Foto: Jenal

Um gute Ideen zu formulieren, braucht man nicht viele Worte. Und so berichtet Bernd Wegener, Schlagzeuger der Eric-Clapton-Tribute-Band Slowhand dann knapp, wie es zum jüngsten Konzert des Vereins Schlosskultur Geislautern gekommen ist: "Wir haben uns gesagt: Wir könnten doch mal eine 70er-Jahre-Geschichte machen." Klar, die Slowhands sollten bei dieser ersten Veranstaltung des Geislauterer Vereins in der Nachbargemeinde Großrosseln , in der Rosseltalhalle, dabei sein.

Und dann noch was von Gitarrenlegende Jimi Hendrix dazu. The Vibe wäre die passende Band. Die kommen zwar aus Berlin, ihre Wurzeln liegen aber im Saarland. Bassist Zeb Gottschalk, Gitarrist Roger Weiler und Schlagzeuger Harrison Stomp sind nämlich Exil-Saarländer in der Bundeshauptstadt. Musikfan Udo Barbian meint sogar: "Der Bandname Vibe könnte auch für die Abkürzung Völklinger in Berlin stehen." Auf jeden Fall klingt das ganz stark nach Hendrix.

"Hey Joe" singt Flo Vibe ins Shure-Mikrofon. Ein SM 57, das mit seinen technischen Eigenschaften eigentlich als Instrumenten-Mikrofon gilt. Aber ein ähnliches hat Hendrix früher selbst benutzt, und so klingt der Vibe-Sound richtig authentisch. Im Gesang etwas stumpf, aber eben nach Hendrix. Der weiße Sänger verfügt über die so genannte schwarze Stimme. Dazu noch Roger mit der Stratocaster und dem markanten Wah-Wah-Effekt. Nach der Zugabe mit "Foxy Lady" der Stabwechsel auf der Bühne - verbunden mit einer kurzen Umbaupause.

Die Slowhands übernehmen. Neben Wegener am Schlagzeug sind das Gerhard Hoff an der Gitarre, "Bodo" Wolfgang Bode am Bass, Florian Stein am Piano und Markus Lauer am Keyboard. Frontman Lukas Schüssler, der ebenfalls meist Gitarre spielt und dazu mit mächtig viel Dreck in der Stimme - den ein Rock- und Bluessänger einfach braucht - und dennoch gefühlvoll singt, stammt aus Geislautern. Die Sängerinnen Bettina Wrede und Caro Fournelle unterstützen das Quintett meist mit Hintergrundgesang. Rock gibt es mit "Bad Love", Reggae mit "I shot the Sheriff", Balladen mit "Tears in Heaven". Außerdem allerhand Solos von fast allen Beteiligten.

Im Vorlauf zu "Cocaine" lässt Keyboarder Markus die alte Hammond B 3 im Leoparden-Look mit dem klassischen Leslie-Verstärker mit den rotierenden Hörnern minutenlang jammern. So wie es die Liebhaber dieses Genres mögen.

Bleibt noch zu klären, wie das Konzert zu seinem Namen "The Sunshine of your Love Festival" gekommen ist. Wegener klärt auf: "Das ist ein Lied, das sowohl Clapton als auch Hendrix gespielt haben."

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Auf einen BlickAuf der Geislauterer Bühne wird dann die nächste Veranstaltung des Vereins Schlosskultur stattfinden. Am Dienstag, 17. Mai, lädt Spitzengitarrist Thomas Blug zum CD-Release-Konzert seiner "Rockanarchie" ein. Neben Stammsänger und Bassist "Gulli" Rudi Spiller sind Michael-Jackson-Gitarristin Jennifer Batten und Simple-Minds-Schlagzeuger Mel Gaynor dabei. Drei Tage zuvor feiert die Pink-Floyd-Experience-Band Shine Premiere in der Rosseltalhalle im Rahmen der Erzrock-Reihe. al