Engagiertes Team arbeitet an der Chronik von St. Nikolaus

Ortsteil wird im nächsten Jahr 750 : Chronik zum Jubiläum von St. Nikolaus

Zur 750-Jahr-Feier wird ein 260 starkes Buch über den Großrosseler Ortsteil erscheinen.

Im Juni 2020 feiert der Großrosseler Ortsteil St. Nikolaus sein 750-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums wird zurzeit eine Ortschronik erstellt. Als sich die siebenköpfige Arbeitsgruppe vor gut einem Jahr erstmals traf, musste sie nicht bei Null anfangen. 1995 war zum 725. Jubiläum bereits ein Buch über die Dorfgeschichte erschienen. Die Autoren erzählten die Historie damals vor allem mit Fotos. In der neuen Chronik wird es auch viel Wissenswertes zu lesen geben.

Damals wie heute mit im Redaktionsteam: Elke Richter, von 1994 bis 2003 Ortsvorsteherin von St. Nikolaus, und der Heimatkundler Werner Weiter. Der 94-jährige Kenner der Warndt-Geschichte lieferte die meisten Beiträge. Die Vereine stellten ihre Chroniken zur Verfügung, unzählige Privatfotos wurden gesichtet. Zurzeit tagt die Arbeitsgruppe jeden Mittwoch, Mitherausgeber wird der Ortsrat sein. Spätestens Anfang des kommenden Jahres soll das Werk fertig sein, erläutert Richter. Wenn alles klappt, können vielleicht schon die Besucher des Nikolauspostamtes im Dezember in einigen Ansichtsexemplaren blättern. Viele Bürger werden sich auf einem der Fotos erkennen – beim Festumzug vor 25 Jahren etwa ging auf den Straßen ordentlich die Post ab. Was die Chronik kostet, steht noch nicht fest. Klar ist aber schon: Sie erscheint im DIN A4-Format und wird etwa 260 Seiten umfassen.

„Viel Geschichtliches, aber auch vieles aus der neueren Zeit“, verspricht Elke Richter den Lesern. Das Werk beschäftigt sich mit den Auswanderern nach Amerika, mit der Schul- und der Kirchengeschichte, den Kriegsjahren und natürlich mit der Nikolaus-Kinderbriefaktion. Oder wie wär‘s mit ein paar Schnappschüssen vom Trofeo-Radrennen oder vom Weiherfest? Auch über grenzüberschreitende Themen wie den Bergbau informiert die Chronik.

Neben Zahlen, Daten und Fakten darf natürlich die eine oder andere Anekdote nicht fehlen. So erfährt der Leser, dass die Geschichte der beiden Strauchdiebe, die Ende des Mittelalters in ihrer „Mörderhöhle“ geschnappt wurden, kein gutes Ende nahm. Sie landeten zunächst vor Gericht – und anschließend am Galgen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung