Endspurt in der Ortsmitte

Großrosseln. "Neueröffnung: November 2009", verkündet das große Rewe-Schild an der Fassade des Neubaus direkt gegenüber der Rosseltalhalle. Während unseres Baustellenbesuchs wird kräftig gehämmert und gesägt. Die letzten Ringbalken am Dach werden betoniert, in einem andren Bereich sind die Handwerker bereits am Eindecken

Großrosseln. "Neueröffnung: November 2009", verkündet das große Rewe-Schild an der Fassade des Neubaus direkt gegenüber der Rosseltalhalle. Während unseres Baustellenbesuchs wird kräftig gehämmert und gesägt. Die letzten Ringbalken am Dach werden betoniert, in einem andren Bereich sind die Handwerker bereits am Eindecken. In den nächsten Wochen stehen noch Außenputzarbeiten, der Einbau von Fenstern und Türen sowie die Gestaltung der Außenanlage auf dem Programm. "Mit der Wiederherstellung des Bürgersteigs werden die Arbeiten dann abgeschlossen", erklärt der einheimische Unternehmer Karl Fuß, der das Projekt betreibt. Neben dem Rewe-Markt wird auch der Großrosseler Unternehmer (Bestattungen und Möbelbau) in das zweistöckige Geschäftshaus einziehen. Jeweils rund 600 Quadratmeter stehen den beiden Firmen dort zur Verfügung. Zwei Gebäude, darunter auch Fuß' Elternhaus, mussten dem Neubau weichen. Die für den 11. November geplante Eröffnung des erweiterten Rewe-Marktes bildet den Abschluss der aufwendigen Umgestaltung der Rosseler Ortsmitte. Das private Großprojekt startete im Jahr 2006 mit dem Abriss der maroden Warndtburg. Während die Gemeinde die Rosseltalhalle baute, zog Fuß in der Bahnhofstraße ein neues Geschäftshaus hoch. In das Gebäude sind unter anderem die Sparkasse und der Polizeiposten eingezogen. Im zweiten Abschnitt wurde dann mit dem Bau der Tiefgarage begonnen, die sich von der Bahnhofstraße bis zum Neubau in der Emmersweiler Straße erstreckt und rund 100 Stellplätze bietet. "Wir hoffen auf einen Schub für die Geschäfte", erklärt Fuß und spricht von einer "einladenden" und "zeitgemäßen" Ortsmitte. Dabei gab es auch Rückschläge. Der erste Bauunternehmer musste Konkurs anmelden, und auch mit seinem Nachfolger gab es Probleme. Seit die Friedrichsthaler Firma Jürgen Braun die Pläne von Architekt Wolfgang Weiland umsetzt, läuft aber alles wie am Schnürchen. Auch wenn sich der Zeitplan verschoben hat, konnten die Fristen eingehalten werden. "Ich würde das Projekt jederzeit wieder in Angriff nehmen", versichert Fuß und betont, dass er die Maßnahme ohne die Unterstützung seiner Familie nicht hätte verwirklichen können. Auch den Nachbarn der Baustellen dankt der Unternehmer für ihre Geduld. Wegen der großen zeitlichen Belastung hat er inzwischen das Präsidenten-Zepter von Doll Doll weitergereicht. Aber auch in Zukunft wird er im Karnevalverein mitarbeiten. "Ich bin noch immer mit Freude dabei", versichert der Fastnachts-Fan.