Endlich alles blitzblank

Karlsbrunn. Nachdem die Picobello-Aktion am ersten März-Wochenende noch dem Schnee zum Opfer gefallen ist, spielt das Wetter am Freitagnachmittag mit. Über 20 Karlsbrunner Bürger, darunter viele Kinder, folgen dem Aufruf von Ortsvorsteherin Petra Fretter und beteiligen sich bei herrlichem Sonnenschein am traditionellen Frühjahrsputz

Karlsbrunn. Nachdem die Picobello-Aktion am ersten März-Wochenende noch dem Schnee zum Opfer gefallen ist, spielt das Wetter am Freitagnachmittag mit. Über 20 Karlsbrunner Bürger, darunter viele Kinder, folgen dem Aufruf von Ortsvorsteherin Petra Fretter und beteiligen sich bei herrlichem Sonnenschein am traditionellen Frühjahrsputz. Die kleinen und großen Helfer schnappen sich am Festplatz Handschuhe, Greifzangen und Mülltüten und schwärmen Richtung Wildpark, Friedhof oder Sportplatz aus. "Ich bin jedes Jahr dabei", erzählt Sascha Major beim Start. Der 27-Jährige engagiert sich gern im Ort, ist im Festausschuss aktiv und hat auch schon bei der Umgestaltung der Karlsbrunner Dorfmitte in die Hände gespuckt. Len Colling hingegen ist das erste Mal mit von der Partie. Der achtmonatige Junge verfolgt das Treiben aus dem bequemen Tragesack, den sich seine Mutter umgeschnallt hat. Seine ältere Schwester Liv (4) ist mit Elan bei der Sache und entsorgt den gefundenen Müll in die von Oma Siegron Colling gehaltene Tüte. Bereits als Einjährige ist Liv bei der Picobello-Aktion mitgelaufen - das Mädchen weiß, wie viel Arbeit es macht, den Müll aufzuheben. Liv erklärt, dass sie selbst keinen Abfall auf den Boden wirft. Ihr Bonbonpapier drückt sie immer der Mama in die Hand. "Es macht Spaß", versichert Janis Thiel (6). Neben zwei Dosen und mehreren Glasflaschen hat der Junge Papiertaschentücher aufgesammelt. Und auch der gefundene Lippenstift, den er eigentlich der Oma mitnehmen wollte, landet schließlich in der Mülltüte. Nach rund eineinhalb Stunden trudeln die Helfer wieder ein. Neben Regenschirm, Blumentopf und Wollmütze gehören ein Radiorekorder und ein Puppenkopf zu ihrer Ausbeute. Das Fazit der Karlsbrunner Reinigungs-Truppe: Es ist weniger Müll als in den vergangenen Jahren! Nach der Arbeit spendiert Ortsvorsteherin Fretter Getränke und Lyoner. Eigentlich waren Umtrunk und Imbiss im Kelterhaus geplant. Angesichts des frühlingshaften Wetters wird umdisponiert. Die Gruppe organisiert einen Tisch und Bänke und macht es sich direkt auf dem Festplatz gemütlich.