Gemeinderat Großrosseln stimmt zu : Gemeinde will mit Photovoltaik Geld sparen

Gemeinderat Großrosseln stimmt auch Projekt zu, das noch mehr Nikolaus-Fans anlocken soll.

Der Festausschuss, der das weit über die Grenzen Großrosselns beliebte Kinderbrief-Postamt in St. Nikolaus organisiert, ist auch sonst sehr rege. So hat er das Konzept für ein „Nikolaushaus“ erarbeitet, das der Gemeinderat am Donnerstag billigte. Dort können sich Besucher das ganze Jahr über die Nikolaustradition informieren. In einem Raum zeigen Schautafeln die Aktivitäten im Dezember. Die Mitglieder des Festausschusses packen beim Bau auch selbst mit an. Die geschätzten Gesamtkosten für das Nikolaushaus: 20 000 Euro. Die Gemeinde erhält einem Zuschuss in Höhe von 18 000 Euro aus dem Leader-Regionalbudget der lokalen Aktionsgruppe Warndt-Saargau. Leader ist ein Förderprogramm der Europäischen Union. Der Eigenanteil der Gemeinde von 2000 Euro steht im Haushalt. Bei der Umsetzung drängt die Zeit. Die Förderung gibt es nur, wenn das Haus bis Ende Oktober 2019 steht.

Die Gemeinde will außerdem auf dem Dach der Grundschule und der angrenzenden Mehrzweckhalle in St. Nikolaus eine Photovoltaikanlage bauen lassen. Den entsprechenden Planungsauftrag vergab der Gemeinderat am Donnerstag an ein Völklinger Architekturbüro. Nach der Kostenermittlung wird ein Förderantrag beim saarländischen Wirtschaftsministerium gestellt. Der Eigenanteil der Gemeinde soll über einen Sonderkredit finanziert werden. Mithilfe der Photovoltaikanlage will die Gemeinde die Stromkosten senken: Die Verwaltung rechnet mit einer Einsparung von 5000 Euro jährlich.

Einstimmig hat der Gemeinderat am Donnerstag auch die Änderung des Bebauungsplans „Bremerhof“ im Ortsteil Naßweiler als Satzung beschlossen. Damit sind die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen für den Bau eines Netto-Einkaufsmarktes mit knapp 800 Quadratmetern Verkaufsfläche, um die Nahversorgung der Bürger zu stärken. Im nächsten Schritt kann nun der Bauantrag gestellt werden, teilt die Verwaltung mit.