Ein "Hauch von Aufschwung"

Großrosseln. "In Großrosseln freut man sich schon, wenn man einen Hauch von Aufschwung spürt", sagen Liane Tilly-Balz und Johannes Barton. Die Vorsitzende des Gewerbevereins und des Vereins Gemeindemarketing Großrosseln und der Gemeindemarketing-Geschäftsführer bemühen sich um jedes Hoffnungs-Pflänzchen

Großrosseln. "In Großrosseln freut man sich schon, wenn man einen Hauch von Aufschwung spürt", sagen Liane Tilly-Balz und Johannes Barton. Die Vorsitzende des Gewerbevereins und des Vereins Gemeindemarketing Großrosseln und der Gemeindemarketing-Geschäftsführer bemühen sich um jedes Hoffnungs-Pflänzchen. Und haben bei ihrem Besuch in der SZ-Redaktion in Völklingen gleich ein neues mitgebracht: Imker Guido Hilgers, mit seinen Bienenvölkern im Warndt unterwegs, will sich im Gründerzentrum (siehe "Hintergrund") auf der früheren Tagesanlage in Karlsbrunn niederlassen. Und dann startet die Initiative "Warndt-Regal" mit dem Ziel, dass möglichst viele Geschäfte im Saarland frische Produkte aus der Region im Bündel anbieten.Einiges von dem, was in dieses Regal hinein könnte, kann man schon ab 28. Januar in der Warndt-Halle beim Reisemarkt auf dem Saarbrücker Messegelände sehen: zum Beispiel Honig, Ziegenkäse, Marmeladen, eingelegte Früchte, Saft aus biologischem Anbau. Der Verein Gemeindemarketing hat sich drum gekümmert, dass auf rund 400 Quadratmetern Fläche über 20 Aussteller zusammenkommen, darunter das Völklinger Weltkulturerbe und die anderen Museen der Region. Und er will für zusätzliche Blickfänge sorgen mit einem Elektrobus, einer Draisine von der Warndtstrecke und den Eseln des Naturerlebnis-Vereins Maltiz.

Neben der Werbewirkung sollen solche Gemeinschaftsaktionen dazu beitragen, "dass der Warndt enger zusammenrückt". Immer mit dem Hintergrund, ein sich gegenseitig unterstützendes Netzwerk zu schaffen. Wie bei der Projekt-Idee des Schulfördervereins Pfiffikus, auf der Tagesanlage Warndt eine Großküche zu schaffen, die Schulen und Kindergärten mit gesundem Essen beliefert. Mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung startet (zunächst an der Gesamtschule Ludweiler) ein langfristig angelegtes Schul-Projekt zum Thema erneuerbare Energien, das seinen Hintergrund im Zentrum auf der früheren Tagesanlage Warndt findet. Und das Warndt-Week-End, wieder für den Sommer geplant, wird dann mit seinem Veranstaltungsreigen sozusagen zum lebenden Warndt-Regal.

Doch bis der Tourismus blüht, wird's noch ein hartes Stück Arbeit werden. "Wir wären schon zufrieden, wenn wir die vorhandenen Ansätze stärken könnten", sagen Tilly-Balz und Barton. 40 Arbeitsplätze, wie sie das Zentrum für erneuerbare Energien im Warndt verspreche, seien "heutzutage schon viel". Hinweisschilder auf vorhandene Firmen seien anscheinend schon ein Problem. Bleibe, darauf zu hoffen, dass sich die Gemeindeverwaltung "als Dienstleister für Bürger und Firmen" orientiere.

Hintergrund

Im Gründerzentrum auf der früheren Tagesanlage der Grube Warndt in Karlsbrunn haben sich seit dem Start vor rund zwei Jahren bereits zwei Ingenieurbüros, ein Fachbetrieb für Lebensmitteltechnik, ein Fachmann für Leuchtmittel, ein Getränkeverlag und ein Baumfällexperte angesiedelt. Auf dem weiträumigen Gelände arbeiten auch bereits ein Evonik-Holzkraftwerk und der Saar-Forst-Landesbetrieb mit seinem Holzhof. er