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Kommunion
Ein großer Tag für 32 Mädchen und Jungs

Geislautern. In der Geislauterer Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde gestern der Erstkommunion­- gottesdienst gefeiert. Von Andreas Lang

Vom Kindergarten aus machen sich die 32 Hauptdarsteller des Gottesdienstes in der Geislauterer Pfarrkirche Maria Himmelfahrt auf den Weg zum großen Tag — dem Tag ihrer Heilige Kommunion.


Wie sie sich da so hinter Pfarrer Patrick Altmeyer und den Messdienern einreihen, geben sie ein herrliches Bild ab, als sie sich am sonnigen Sonntagmorgen das kleine Stückchen die Straße im Kirchenfeld in einer Prozession ins Gotteshaus begeben. Der Altarraum ist ihr Ziel, wo sie mit brennenden Taufkerzen im Fokus stehen werden.

Im Altarraum wird es schon bald noch voller, denn zum Glaubensbekenntnis durfte sich jedes Kommunionkind einen Paten bestellen. Diese Paten bringen sich jetzt hinter ihren Schützlingen in Position. Pfarrer Altmeyer gibt die Regieanweisungen. Die ersten der Messe, viele weitere werden folgen. So dirigiert er zum Beispiel jeweils die Kommunionkinder, die gerade eine der vielfältigen Aufgaben zu verrichten haben. Sei es, die Fürbitten zu lesen, die Gaben zum Altar zu bringen oder über die Katechese zu berichten.



„Hände“ waren das Thema der Vorbereitung und so steht auch dieser Erstkommuniongottesdienst der Pfarreiengemeinschaft Heilig Kreuz im Warndt im Zeichen der Hände. Warum, erklärt Gemeindereferent Andreas Folloni im Anschluss an das Loblied „Laudato si“: „In der Vorbereitung habt ihr über die vergangenen Monate Möglichkeiten kennengelernt, mit Jesus und Gott in Kontakt zu treten.“ Beim Kreuzzeichen spielt die Hand eine Rolle – und so steht die Verbindung zum Tagesmotto: „Wer sich bekreuzigt, vertraut auf Gott“, so Folloni, der auch noch ein prominentes Beispiel parat hat: „Bei berühmten Fußballspielern ist das oft zu sehen.“

Auch im Gebet, dem eigentlichen Zwiegspräch mit Gott, spielen Hände eine Rolle, wie die Sakramentsempfänger wissen. Entweder falten Betende die Hände, oder aber sie nutzen sie, um ihr Gebet mit Gesten zu untermalen. „So, wie wir es nachher beim Vaterunser machen“, weiß eines der Kommunionkinder, und genau so soll es unmittelbar vor dem eigentlichen großen Moment auch kommen. Und auch dann spielen die Hände eine große Rolle, wie Folloni schon jetzt ankündigt: „Denn mit den Händen empfangen wir den Leib Christi.“

Während dieser Minuten ist Gott den Christen ganz nah. Als die geweihte Hostie im Mund des Gläubigen verschwindet, beginnt folglich ein inniges Gebet. Folloni baut vorab schon einmal mögliche Berührungsängste ab, indem er nochmals bekräftigt: „Wir dürfen Gott unseren Vater nennen.“

Gut eine Stunde nach der kurzen Prozession ist der Gottesdienst dann zu Ende, der große Auftritt der jungen Katholiken noch lange nicht. Noch einmal eine kurze Prozession, zurück in der Kirche, dann der große Fototermin. Als auch das überstanden ist, nehmen die Kinder unzählige Glückwünsche zur Erstkommunion entgegen. Um mehr oder weniger Minuten später mit ihren Angehörigen in alle Himmelsrichtungen zu den verschiedenen Feiern aufzubrechen. Manche feiern zuhause, andere haben Lokale, Restaurants oder Vereinsheime gebucht. Unvergesslich wird es für die meisten auf jeden Fall werden.

Stolz, glücklich und bestimmt auch etwas aufgeregt: Die Kommunionkinder in der Kirche.
Stolz, glücklich und bestimmt auch etwas aufgeregt: Die Kommunionkinder in der Kirche. FOTO: Thomas Seeber