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Die Carrière du Barrois: Ein atemberaubender Blick in die Tiefe

Die Carrière du Barrois : Ein atemberaubender Blick in die Tiefe

Amerika hat seine Nationalparks. Großrosseln und seine Nachbargemeinde Freyming-Merlebach haben den Warndt-Canyon.

SZ-Leser Reimund Lux ist Frühaufsteher. Bei einer Wanderung durch den Warndt-Wald bis hin in den Warndt-Canyon bei Freyming-Merlebach sind ihm diese beeindruckenden Fotos gelungen. Je nach Sonnenstand zeigen sich hier inmitten der schroffen Formationen beeindruckende Farbenspiele. Der Warndt-Canyon, auch als Carrière du Barrois bekannt, ist eine frühere Sandgrube. Sie entstand, weil benachbarte Kohlegruben das Material zum Auffüllen ihrer Strebe brauchten. Die Natur hat sich das Gelände zurückgeholt, und die Landschaft ist mit Ausgangspunkt in der Gemeinde Freyming-Merlebach auf einem rund fünf Kilometer langen Rundweg zu Fuß oder per Fahrrad zu erleben.

Wanderer, die auf dem Warndt-Wald-Weg in Großrosseln unterwegs sind, können die Pracht des Canyons zumindest von oben betrachten. Ein Glanzstück auf der Route ist die Aussichtsplattform, die an der Wegstrecke noch auf deutscher Seite über die steilen Klippen ragt. Man erreicht diese Plattform nach wenigen Kilometern vom Parkplatz am Wildpark Karlsbrunn aus. Je nach Laune und Kondition kann man die herausfordernd angelegte Original-Strecke oder auch breite Wege durch den Wildpark und weiter in Richtung Plattform wählen.

Ein Versuch, direkt vom Aussichtspunkt aus den Canyon zu erreichen, wäre allerdings ein im Wortsinn halsbrecherisches Abenteuer. Wer nach unten will, muss sich erst mal ein Stück zurück in die Zivilisation begeben. Als Ausgangspunkte für eine Tour durch den Canyon empfehlen Touristenführer unter anderem den Parkplatz des Gemeindehauses von Reumaux (2 rue de Savoie – Freyming-Merlebach ).

Beim Warndt-Wald-Weg, dem Premium-Wanderweg in der Gemeinde Großrosseln, ist derzeit übrigens etwas Wichtiges zu beachten: Nach einer Überarbeitung stimmt die aktuelle Streckenführung nicht mehr mit den Karten auf den vorhandenen Flyern und dem Eingangsportal überein. „Wir arbeiten aber gemeinsam mit dem Regionalverband Saarbrücken an der Umsetzung“, versichert Nadia Haag, Öffentlichkeitsarbeiterin im Großrosseler Rathaus. Für die Zwischenzeit empfiehlt sie den Wanderern, den Symbolen (siehe kleines Foto) entlang der Wegstrecke zu folgen.

Der Warndt-Wald-Weg ist insgesamt rund 17 Kilometer lang. Er besteht aus einer östlichen und einer westlichen Schleife, die auch jeweils getrennt begangen werden können. Offiziell empfohlener Startpunkt ist der Parkplatz unterhalb des ehemaligen Jagdschlosses in Karlsbrunn. Von hier aus geht der Weg (im Uhrzeigersinn) zunächst in die östliche Schleife, die unter anderem zum Meisenberg führt. Nach gut neun Kilometern kommt der Wanderer nach Karlsbrunn zurück. Er kann dann zum Startpunkt zurückkehren oder die Wanderung in der westlichen Schleife fortsetzen, an der auch die Aussichtsplattform für den Canyon liegt. Wer nur diese (etwa gleich lange) Strecke begehen will, startet am zweckmäßigsten gleich am Parkplatz beim Wildpark.

Nähere Informationen finden sich im Internet unter anderem auf folgenden Seiten:

www.tourismus-lothringen.de

 Das Symbol des Warndt-Wald-Weges.
Das Symbol des Warndt-Wald-Weges. Foto: Gemeinde Großrosseln
 Den Canyon prägen beeindruckende Gesteinsformationen.
Den Canyon prägen beeindruckende Gesteinsformationen. Foto: Reimund Lux

www.grossrosseln.de