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Park und Ortseingänge
Dorf im Warndt will schöner werden

Dorf im Warndts schmucke Ortsmitte: die Parkanlage mit dem Schwibbogen. Dieser Bogen könnte sich auch als verkleinertes Modell am Ortseingang wiederfinden. Verbesserungen in der Parkanlage liegen den Teilnehmern der Bürgerwerkstattt besonders am Herzen.
Dorf im Warndts schmucke Ortsmitte: die Parkanlage mit dem Schwibbogen. Dieser Bogen könnte sich auch als verkleinertes Modell am Ortseingang wiederfinden. Verbesserungen in der Parkanlage liegen den Teilnehmern der Bürgerwerkstattt besonders am Herzen. FOTO: Thomas Annen
Dorf im Warndt. Fördermittel aus dem EU-Leader-Programm stehen zur Ortsverschönerung bereit. Nun hat auch Dorf im Warndt seine Bürgerwerkstatt. Von Thomas Annen

Bei ihrer Rundreise durch die Großrosseler Gemeindebezirke machten Gerhard Fischer und Anke Klein-Brauer von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Warndt-Saargau am Donnerstagabend in Dorf im Warndt Station. Auch hier sollen Ortseingänge und öffentliche Plätze mit Hilfe von Leader-Fördermitteln der Europäischen Union verschönert werden. „Ortsgestaltung durch Bürgerwerkstätten“, heißt das Projekt, bei dem die Bewohner nicht nur mitentscheiden, sondern auch mit anpacken sollen.


In der Awo-Begegnungsstätte präsentierte Fischer den rund 15 Besuchern viele Ideen: Das neue Warndt-Logo und ein Modell des Schwibbogens, der im Park steht, könnten Besucher am Ortseingang begrüßen. In der Parkanlage sollen Bänke aufgestellt und Wege mit einer wassergebundenen Decke befestigt werden. Bei Regen, so ein Bürger, könne man nämlich nur mit Gummistiefeln in den Park. Das Aufstellen eines Toilettenhäuschens in der Grünanlage würde vermutlich das Leader-Budget sprengen. Insgesamt 25 000 Euro pro Jahr stehen für alle sechs Großrosseler Gemeindebezirke zur Verfügung.

Mit relativ wenig Geld ließe sich hingegen eine Mitfahrerbank in der Forststraße realisieren. Autofahrer könnten ältere Dorfbewohner mitnehmen, die in Großrosseln etwas zu erledigen haben. Außerdem schlägt Gerhard Fischer vor, Container hinter Sichtblenden aus Pflanzen zu verstecken und Verteilerkästen grün anzumalen.

Den Platzbereich an der Awo-Begegnungsstätte möchte der LAG-Projektleiter entsiegeln und bepflanzen. Und der Seitenstreifen in der Willy-Brandt-Straße ließe sich durch ein paar Bäume auflockern.

„Sie entscheiden, was Ihnen wichtig ist“, betonte Fischer. Bei der Abstimmung zeigte sich, dass den Bürgern die Aufenthaltsbereiche wie etwa die Parkanlage besonders am Herzen liegen, gefolgt von den Ortseingängen. Die regionaltypische Gestaltung von Haltestellen und die Begrünung haben für sie keine so hohe Priorität.



Eine Bürgerwerkstatt soll nun mit der Umsetzung beginnen. Am Ende der Sitzung trugen sich die ersten Bewohner in eine entsprechende Liste ein. Weitere Mitstreiter sind jederzeit willkommen. Bevor in die Hände gespuckt wird, muss zunächst noch der Zuwendungsbescheid des Umweltministeriums beziehungsweise die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn abgewartet werden.

Währenddessen will Gerhard Fischer mit der Gemeindeverwaltung klären, welche Einzelmaßnahmen umsetzbar sind. Läuft alles nach Plan, könnte Ende Mai, Anfang Juni mit dem ersten Projekt begonnen werden.

Die nächste Bürgerversammlung zum Thema Ortsverschönerung findet am 20. März in Großrosseln statt. Sie beginnt um 18 Uhr in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt am Klosterplatz.