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Bogenschieß-Parcour und Naturerlebnis-Pfade im Warndt

Neun von elf Leader-Anträgen sind genehmigt : Neue Attraktionen für den Warndt

Zuschüsse aus einem EU-Programm machen nun einen Bogenschieß-Parcours und hautnahe Begegnungen mit Tieren im Warndt möglich.

Im St. Wendeler Land gibt es bereits zwei solcher Erlebnispfade. Wenn alles wie geplant läuft, können Abenteuerlustige bereits in diesem Jahr, mit Pfeil und Boden ausgerüstet, durch den Warndtwald ziehen. Anlaufstelle ist das Jagdschloss Karlsbrunn, wo man das nötige Gerät ausleihen und auch schon ein wenig üben kann, bevor es auf den Rundkurs geht. Dort wartet dann eine Anzahl von Stationen, wo man unter anderem Fantasie-Figuren erlegen kann. Doch dabei schön auf den gebahnten Wegen bleibt, denn der Warndt ist dort Naturschutzgebiet.

Rund 90 000 Euro soll das Projekt kosten, und die Gemeinde Großrosseln kann dabei mit 67 500 Euro Zuschuss rechnen. Dieses Geld hat nun der Vorstand der Lokalen Aktionsgemeinschaft (LAG) Warndt-Saargau bewilligt. Es stammt aus dem Leader-Programm, mit dem die EU Projekte in dieser Region fördert. Von insgesamt elf eingegangenen Anträgen in der laufenden Zuschussrunde hat der LAG-Vorstand mit Großrosselns Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD) als Vorsitzendem in seiner jüngsten Sitzung neun bewilligt. Damit fließen nahezu 300 000 Euro an Zuschüssen, Förderung in der Regel zu 75 Prozent, für Vorhaben, die insgesamt an die 400 000 Euro kosten sollen. Anke Klein-Brauer, Leader-Regionalmanagerin, erläutert, worum es im einzelnen geht.

Neben dem Bogenschieß-Parcours ist Großrosseln mit weiteren Projekten dabei. Der Warndt-Wald-Weg, Premium-Wanderweg in der Gemeinde, soll mit Hilfe eines Zuschusses von rund 8500 Euro mit Panorama-Bänken und Info-Tafeln an besonders interessanten Stellen aufgewertet werden. Ein Gutachten soll klären, wo und wie man naturnahe Übernachtungsmöglichkeiten schaffen kann – zum Beispiel in Form von Wohnmobil-Stellplätzen (Zuschuss rund 8200 Euro).

Und von einem Projekt des Regionalverbandes profitiert dann auch Großrosseln: Der Schäfer-Trail soll überarbeitet werden (Zuschuss rund 9600 Euro). Der Wanderweg mit derzeit 22 Kilometern gilt mittlerweile als zu lang und auch streckenweise als uninteressant. Eine neue Route soll kürzer ausfallen und verstärkt Begegnungen mit Tieren ermöglichen, etwa den Wasserbüffeln und den Heidschnucken, die in der Umgebung von Karlsbrunn gehalten werden, und den Ziegen und Pferden, die auf Höfen in der Umgebung von Naßweiler leben.

Wadgassen, die Nachbargemeinde Großrosselns im Warndt, ist mit drei bewilligten Anträgen dabei. Wie bereits in Orts- und Stadtteilen von Großrosseln und Völklingen geschehen, soll auch hier das Projekt „Ortsgestaltung durch Bürgerwerkstätten“ anlaufen: Zuschuss rund 45 000 Euro. Für einen Bergarbeiter-Erlebnispfad sollen rund 58 000 Euro Zuschuss fließen. Und rund 25 000 Euro gibt es für eine Studie, wie man den Wildpark Differten attraktiver machen kann. Die Orte auf dem Saargau im Landkreis Saarlouis werden diesmal nicht so stark bedacht. Rund 57 000 Euro Zuschuss gibt es für die Anlage barrierearmer Wander- und Spazierwege in Oberesch (Gemeinde Rehlingen-Siersburg). Der Verein für Sozialpsychiatrie Saarlouis kann mit einer Unterstützung von in Höhe von rund 14 800 Euro für den Kauf einer neuen Kühlanlage für den von ihm betriebenen Bio-Hof samt Hofladen in Wallerfangen rechnen.