Bewerbungsfrist für Förderung aus Leader-Programm Warndt-Saargau

Projekte im Warndt und auf dem Saargau : 300 000 Euro warten im Fördertopf

Das Füllhorn des Leader-Programms der EU öffnet sich wieder. Die LAG Warndt-Saargau nimmt ab 1. Mai neue Projektanträge für die Region entgegen.

Das Rennen um Geld aus dem Leader-Programm der EU ist neu eröffnet. Ab 1. Mai können sich Interessenten aus Orten im Warndt und aus dem Saargau (siehe Info) wieder bei der zuständigen Lokalen Aktionsgemeinschaft (LAG) Warndt-Saargau um Fördermittel für Projekte bewerben. In dieser Runde stehen erneut insgesamt 300 000 Euro bereit. Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni.

Bewerbungen können sowohl von öffentlicher als auch von privater Seite eingereicht werden. Die Vorschläge kommen dann beim Vorstand der LAG, Vorsitzender ist Großrosselns Bürgermeister Jörg Dreistadt, auf den Prüfstand. Die Projekte müssen nämlich einen Beitrag zur in einem umfangreichen Papier festgehaltenen lokalen Entwicklungsstrategie „Rendez-vous Warndt-Saargau – gemeinsam, lebendig, grenzenlos“ darstellen.

Sie müssen einem von vier Handlungsfeldern zugeordnet werden können. Diese lauten: 1. An der deutsch-französischen Grenze – Grenze als Chance und Herausforderung nutzen, 2. Räume im Wandel – das Erbe von Industrie und Bergbau zukunftsfähig gestalten, 3. Lebendige Ortschaften und aktives Engagement der Menschen in der Region und 4. Saargau und Warndtwald – Natur und Landschaft als Ressource.

Das Prozedere wird deutlicher, wenn man sieht, was im letzten Durchgang des Leader-Programms im März in der Region gefördert wurde. Da gab es 67 500 Euro Zuschuss für einen Bogenschieß-Parcours rund um das Jagdschloss Karlsbrunn. 8500 Euro fließen für Verbesserungen am Warndt-Wald-Weg, dem Premium-Wanderweg in der Gemeinde Großrosseln. Mit 8200 Euro wird ein Gutachten gefördert, das klären soll, wo und wie man naturnahe Übernachtungsmöglichkeiten im Warndt schaffen kann – zum Beispiel in Form von Wohnmobil-Stellplätzen. 9600 Euro gibt es für eine Überarbeitung des Schäfer-Trails, eines Wanderweges des Regionalverbandes im Warndt. Dieser Weg, bisher 22 Kilometer lang, soll in familienfreundlicher Form verkürzt werden und dann auch mehr Begegnungsmöglichkeiten mit Tieren bieten: zum Beispiel mit den Wasserbüffeln und den Heidschnucken, die in der Umgebung von Karlsbrunn gehalten werden, und den Ziegen und Pferden, die auf Höfen in der Umgebung von Naßweiler leben.

Wadgassen, die Nachbargemeinde Großrosselns im Warndt, war mit drei bewilligten Anträgen dabei. Auch hier (wie bereits in Großrosseln und Völklinger Stadtteilen) soll das Projekt „Ortsgestaltung durch Bürgerwerkstätten“ anlaufen: Zuschuss rund 45 000 Euro. Für einen Bergarbeiter-Erlebnispfad sollen rund 58 000 Euro Zuschuss fließen. Und rund 25 000 Euro gibt es für eine Studie, wie man den Wildpark Differten attraktiver machen kann. Rund 57 000 Euro Zuschuss gibt es für die Anlage barrierearmer Wander- und Spazierwege in Oberesch (Gemeinde Rehlingen-Siersburg). Der Verein für Sozialpsychiatrie Saarlouis kann mit einer Unterstützung von rund 14 800 Euro für den Kauf einer neuen Kühlanlage für den von ihm betriebenen Bio-Hof samt Hofladen in Wallerfangen rechnen.

Projekte, die bewillligt werden, werden im Rahmen des Saarländischen Entwicklungsplans für den ländlichen Raum 2014 – 2020 aus Mitteln der Europäischen Union und des Saarlandes mit bis zu 75 Prozent gefördert. Den Rest muss der Antragsteller in Eigenleistung aufbringen. Die für die Bewerbung notwendigen Vorlagen sind auf der LAG-Website unter https://www.warndt-saargau.eu/downloads eingestellt. Bei Fragen gibt die LAG-Regionalmanagerin, Anke Klein-Brauer, gerne Auskunft.

Kontakt: Geschäftsstelle der LAG Warndt-Saargau, Jagdschloss Karlsbrunn, Telefon (0 68 09) 7 02 01 60.

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