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Bereits Barbarossa ging hier auf Treibjagd

Bereits Barbarossa ging hier auf Treibjagd

Das Jagen im Warndter Wald und damit auch das Wildschweinessen hat eine lange Tradition. Bereits der Staufer Friedrich I., genannt Barbarossa, ging im Warndt auf Wildsaujagd, so erzählen es die Geschichtsschreiber. Diese Tradition wurde von den Fürsten in Karlsbrunn über Jahrhunderte gepflegt. Das errichtete Jagdschloss zeugt von der Bedeutung dieses königlichen Brauchs

Das Jagen im Warndter Wald und damit auch das Wildschweinessen hat eine lange Tradition. Bereits der Staufer Friedrich I., genannt Barbarossa, ging im Warndt auf Wildsaujagd, so erzählen es die Geschichtsschreiber. Diese Tradition wurde von den Fürsten in Karlsbrunn über Jahrhunderte gepflegt. Das errichtete Jagdschloss zeugt von der Bedeutung dieses königlichen Brauchs. Später wurden im Warndter Wald auch die Staatsjagden des Saarlandes ausgerichtet. Das Karlsbrunner Wildsaufest tritt jedes Jahr in die Fußstapfen dieses Brauchs und feiert auf der Festwiese das Ritual des Schüsseltreibens nach. Dieser Teil sah vor, alle Beteiligten der Wildjagd im Anschluss an das Treiben an einen Tisch zum gemeinsamen Essen zu laden. Jäger, Treiber und die fürstlichen Herrschaften saßen an einer Tafel und feierten ausgelassen zusammen. Die Warndter Dorfbevölkerung sieht sich hier in der Rolle der Treiber, die zum großen Wildsauessen auf der Festwiese einladen. Die Rolle des Fürsten übernimmt dieses Jahr der Schirmherr, der saarländische Wirtschaftsminister Joachim Rippel. Er wird aus diesem Anlass symbolisch in die Rolle des Grafen schlüpfen und um 17 Uhr zum Jagdgebläse des Jagdhornbläserkorps Dietrichsberg mit der Kutsche vorfahren. Der Präsident des Förderkreises, Albrecht Wagner, wird ihn begrüßen. Dann werden alle zu Tisch gebeten. Das Wildschwein dreht sich bereits am Spieß und mit jedem genüsslichen Bissen wird ein alter Brauch lebendig. cms