Beigeordneter will, dass sich die Bürger in Großrosseln sicherer fühlen

Kostenpflichtiger Inhalt: Beigeordneter Manfred Schuler : Bürger sollen sich sicherer fühlen

Beigeordneter Manfred Schuler hat klare Vorstellungen, was der Sicherheitsbeirat in Großrosseln bewirken kann.

Er ist ein alter Hase in der Kommunalpolitik: Manfred Schuler (CDU), 59, war schon Bürgermeister-Kandidat in Großrosseln, Beigeordneter und Fraktionschef. Nun ist er seit Juli Ortsvorsteher und seit Ende Dezember auch zweiter Beigeordneter, zuständig für Ordnung und Sicherheit. Zu seinen Aufgaben zählt, den Sicherheitsbeirat zu organisieren, den es in der Gemeinde schon einmal gab und der nun reaktiviert werden soll.

Schuler sitzt in einem kleinen Ortsvorsteher-Büro. Ein Computer und Drucker stehen auf dem Tisch, das war’s. Mehr braucht er offensichtlich nicht. Der Christdemokrat findet den Sicherheitsbeirat wichtig. Er dramatisiert die Kriminalität in Großrosseln aber nicht. Die Zahl der Straftaten gehe zurück, aber die Bürger würden das nicht so wahrnehmen. Daran scheint sich mit den Jahren nichts geändert zu haben. Schon 2011 hatte er das in der SZ als Beigeordneter mit ähnlichen Worten beschrieben. Schuler sagt: „Die Wahrnehmung von Straftaten ist sehr groß in den sozialen Medien. Da wird auch Angst geschürt.“

In vielen Fällen würden Straftaten sofort mit den in Frankreich lebenden Nachbarn in Verbindung gebracht. Dabei gebe es doch eine sehr enge Kooperation und Freundschaft zwischen Großrosseln und Petite-Rosselle. Schuler weist aber auch darauf hin, dass es im Gemeindeteil Naßweiler in Grenznähe ein Drogenproblem gibt und Täter schnell über die Grenze verschwinden könnten. Die Polizeiinspektion Völklingen zählte  43 Straftaten in Naßweiler im Jahr 2018, 346 waren es insgesamt. Spielhallen würden dort oft überfallen. Aktuellere Zahlen gibt es nach Angaben der Polizei noch nicht. Die SZ berichtete 2019 auch über Überfälle auf Tabakläden in Naßweiler und im Gemeindezentrum.

Schuler ist selbst Polizist. Er arbeitet bei der Kriminalpolizei und stellt klar, dass der Sicherheitsbeirat die Polizeiarbeit nicht ersetzen wird:  „Wir wollen keine Bürgerwehr und keine schwarzen Sheriffs. Wir wollen aufklären und Vertrauen aufbauen.“ Zu den Themen, über die er aufklären wolle, gehören betrügerische Anrufe bei Senioren oder die Gefahren, die für Kinder im Internet lauern.

Im Februar soll der Gemeinderat die Satzung für den Sicherheitsbeirat verabschieden. Neben Bürgermeister Dominik Jochum, dem ersten Beigeordneten Michael Krewer und Schuler (alle CDU) werden dort Bürger mitarbeiten. Auch die Möglichkeit, zu bestimmten Themen Arbeitsgruppen zu bilden, soll in die Satzung aufgenommen werden. Das Ordnungsamt werde mit eingebunden. Alle sechs bis acht Wochen könnte der Sicherheitsbeirat tagen. Schuler will darauf achten, dass es ausschließlich „sachlich-objektive“ Diskussionen gibt.