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| 19:01 Uhr

Baustellen satt, jetzt und künftig

Erweiterungs-„Baustelle“: Die Volkshochschule in Großrosseln (hier ein Bild vom ersten Arabisch-Kurs). Archivfoto: Jenal
Erweiterungs-„Baustelle“: Die Volkshochschule in Großrosseln (hier ein Bild vom ersten Arabisch-Kurs). Archivfoto: Jenal
Großrosseln. Die Warndt-Kommune Großrosseln kann angesichts knapper Kassen keine großen Sprünge machen. Doch nach und nach, berichtet der Bürgermeister im SZ-Gespräch, wird überall Infrastruktur erneuert. Doris Döpke

Seit Monaten fällt es auf: Wer in Großrosseln unterwegs ist, braucht ein paar Minuten extra - mal hier, mal dort muss man an Baustellenampeln warten. "Ja, Baustellen gibt es viele", sagt Großrosselns Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD ) beim Gespräch in der SZ-Redaktion mit einem Seufzer. Und zugleich mit einem Lächeln: Er sei froh, dass die Bürger bislang so viel Geduld aufgebracht hätten, fügt er an.

Gebaut wurde in Dorf im Warndt - dort ist die Verlegung neuer Stromleitungen und neuer Glasfaserkabel fürs schnelle Internet aber inzwischen fertig. Ebenso in Großrosseln , vom Ortseingang aus Richtung Ludweiler bis zur Rosseltalhalle. Das Stück von der Halle bis zum Ortsausgang Richtung Emmersweiler ist gerade in Arbeit, parallel dazu die Strecke von Emmersweiler bis Naßweiler. Gebaut wird - schon länger - in Naßweiler, dort sind Kanal-Erneuerungen angesagt. Wobei der Entsorgungszweckverband Saar (EVS) mit seinem Sammler-Neubau bereits "durch" sei bis zum so genannten Kohlersprung; jetzt ist das Teilstück von der Nassaustraße bis zum Bremerhof an der Reihe. "Und das wird noch zwei Jahre dauern", sagt Dreistadt. Woanders in Naßweiler sähe er gerne eine weitere Baustelle, doch da ist es noch nicht so weit: Für den fest geplanten neuen Einkaufsmarkt müsse noch ein Grundstückstausch mit der Kirchengemeinde vollzogen werden. Vereinbart sei der schon längst, doch der Vertrag fehle noch.

Bauen möchte Dreistadt zudem in Karlsbrunn. Am und im Jagdschloss - aber das muss zunächst mit dem Zuschussgeber, dem Bund, abgestimmt werden (wir berichteten bereits). Und dann am Ersatz für die Turnhalle, die bekanntlich wegen baulicher Mängel Ende 2014 dichtgemacht werden musste. Für den geplanten Anbau am Sportheim Wiesental liege inzwischen ein Architekten-Angebot vor, berichtet Dreistadt. Ein Auftrag sei aber noch nicht vergeben, noch nicht mal für die Planung - denn auch hier gilt es, Förderrichtlinien einzuhalten, die Kommune ist auf Zuschüsse angewiesen. Erstmal müssen die Förderanträge raus, auf jeden Fall bis zum Jahresende. Ideal wäre, bis dahin auch schon den Förderbescheid zu haben, sagt Dreistadt.

Und die alte, nicht mehr nutzbare Turnhalle? Auch da möchte Dreistadt bauen. Erstmal abreißen, rund 110 000 Euro werde das wohl kosten. Im Anschluss, so hofft der Rathauschef, kann vielleicht auf der Hallen-Fläche und drumrum ein kleines Neubaugebiet entstehen, "mit acht bis 15 Häusern". Ein Teil der Grundstücke gehöre der Gemeinde, der andere Teil der RAG, man sei bereits im Gespräch mit dem Unternehmen. Die Erschließung werde nicht schwer sein, meint Dreistadt, denn "Anschlüsse sind schon da".

Und schließlich noch eine Baustelle, im übertragenen Sinne: Die neue lokale Volkshochschule soll wachsen und ihr Angebot ausbauen, findet der Bürgermeister: "Das ist eine schöne Sache." Die Gemeinde, erzählt er lachend, habe davon bereits profitiert - für die Betreuung von Flüchtlingen: "Drei Mitarbeiter der Verwaltung haben dort Arabisch gelernt."

Abriss-Baustelle: Die Rudolf-Voltz-Turnhalle in Karlsbrunn, wegen statischer Mängel seit Ende 2014 geschlossen, lässt sich nicht mehr nutzen. Archivfoto: Jenal
Abriss-Baustelle: Die Rudolf-Voltz-Turnhalle in Karlsbrunn, wegen statischer Mängel seit Ende 2014 geschlossen, lässt sich nicht mehr nutzen. Archivfoto: Jenal
Erneuerungs-Baustelle: Kanalarbeiten laufen derzeit in Naßweiler. Archivfoto: Becker & Bredel
Erneuerungs-Baustelle: Kanalarbeiten laufen derzeit in Naßweiler. Archivfoto: Becker & Bredel