Auch Mammutbäume sind dabei

Bei einer für alle Beteiligten umwerfenden Aktion haben zahlreiche Kinder jede Menge Bäume im Warndt gepflanzt. Selbst Revierförster Philipp Klapper kann sich an einen solchen Aufmarsch nicht erinnern.

Auch strömender Regen konnte den Elan und die Begeisterung der Ludweiler Konfirmanden nicht bremsen: Mitten im Wald bei Dorf im Warndt pflanzten sie zusammen mit Revierförster Philipp Klapper jetzt eine komplette Allee. Verstärkung erhielten sie von Jungen und Mädchen der evangelischen Jugend Saarlouis und von Kindergartenkindern aus Ludweiler. Auch Eltern machten mit. "Eine rundum gelungene Aktion," freute sich Revierförster Philipp Klapper. "Alle waren mit einer Riesenbegeisterung bei der Sache, und jeder ging mit dem zufriedenen Gefühl nach Hause, etwas Gutes getan zu haben."

Förster Philipp Klapper hat in seinem bisherigen Berufsleben schon einige Baumpflanzungen miterlebt, ein solcher Aufmarsch wie jetzt im Warndt war aber auch für ihn neu. Nach einer kurzen Einweisung durch den Förster machten sich die Jungen und Mädchen in kleinen Gruppen unter Anleitung eines Forstmitarbeiters daran, 40 kleine Bäumchen im Abstand von etlichen Metern zueinander versetzt in einer fortlaufenden Doppelreihe entlang des Weges einzupflanzen, darunter vornehmlich heimische Gehölze wie Birke, Erle, Fichte, Kastanie und Hainbuche, aber auch seltenere Arten wie Eibe und Wildapfel. Mit zwei Ginkgo- und zwei Mammutbäumchen waren zudem auch Exoten vertreten.

Gleichermaßen beeindruckt wie begeistert waren auch Annette Hoffmann und Michael Wolff vom Kirchenkreis Saar West. Sie würdigten den Pflanzeinsatz im Warndtwald als "tolle Kooperation". "In Karlsbrunn gab es schon einmal eine ähnliche Aktion mit dem Obst- und Gartenbauverein, aber lange nicht in dieser Größenordnung," betonte Jugendreferent Michael Wolff, der am Samstagnachmittag im Rahmen eines Jugendgottesdienst an der Ludweiler Florianhütte diesen so gelungenen Pflanzeinsatz noch einmal Revue passieren will.

Mit riesengroßer Begeisterung waren aber auch die Kleinsten mit von der Partie, auch wenn sie beim Löchergraben die Unterstützung der Mama benötigten. Leon aus der "Krabbelgruppe" gehörte zu den jüngsten Pflanzern. Nur ein wenig älter sind Justin und Pirmin aus der "Mäusegruppe", die mit Kapuze und Wetterjacke dem Regen trotzten, nicht zuletzt, weil dies ja für die Bäumchen besonders gut ist.

Übrigens: Auch das für die Anschaffung der 40 Bäumchen notwendige Geld, immerhin rund 1000 Euro, wurden von den Jungen und Mädchen über Spenden- und Sammelaktionen selbst "erwirtschaftet".