Großer Schaden durch Borkenkäfer im Saarland

Verdopplung der Fallzahlen : Borkenkäfer verursacht großen Schaden im Saarland

Der Borkenkäfer hat auch im laufenden Jahr wieder große Schäden im staatlichen Saar-Fichtenwald angerichtet. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Forstexperten derzeit von einer Verdopplung der Schadholzmenge aus, teilte das Umweltministerium auf Anfrage mit.

Auf rund 360 Hektar, also rund zehn Prozent der Fichtenfläche im Staatswald, würden Borkenkäfer-Schäden gemeldet. Derzeit rechne man mit einer Kahlfläche von insgesamt fast 100 Hektar.

Die Schäden durch Borkenkäferbefall hätten in allen Landesteilen deutlich zugenommen, berichtete das Ministerium. Sie würden in der zweiten Jahreshälfte weiter zunehmen und noch stärker ab September bis in das erste Quartal 2020 sichtbar sein. Der Borkenkäfer breitet sich vor allem bei Trockenheit und Hitze massiv aus.

Er ist für die Forstwirtschaft einer der gefährlichsten Schädlinge. Selbst gesunde Bäume können bei einem Befall binnen kürzester Zeit absterben. Die Insekten bohren für die Eiablage Gänge in Rinde und Holz - und unterbrechen sie die Versorgung zwischen Wurzel und Krone. Im Saarland wurde der durch „Käferholz“ entstandene Schaden für 2018 auf rund eine Million Euro geschätzt.

Der heiße und trockene Sommer habe dem Wald insgesamt einen Schaden zugefügt, „der zumindest das Ausmaß des Vorjahres erreichen“ werde, hieß es. Mit Ergebnissen einer Waldschadensinventur werde in den nächsten Wochen gerechnet. Neu hinzu gekommen seien „Trocknisschäden“ auch in der Douglasie. Weiter wurden auch „Trocknisschäden“ in alten Buchen vor allem im Saarkohlenwald festgestellt.

(dpa)
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