Großaufgebot an Polizei kontrolliert in Saarbrücken

Ins Netz gegangen : Nächtliche Großkontrolle in Saarbrücken mit Festnahmen

Insgesamt 79 Polizisten und weitere Behörden waren an dem Einsatz beteiligt.

Ein Großaufgebot von 79 Polizistinnen und Polizisten, darunter Zivilfahnder, sorgte in der Nacht zu Sonntag für zahlreiche Personen- und Fahrzeugkontrollen in der Saarbrücker Innenstadt. Kontrolliert wurde an Orten, an denen es schon häufiger „zu Straftaten und Störungen der öffentlichen Sicherheit gekommen war“, heißt es im Polizeibericht. Während des sechsstündigen Einsatzes kam es zu 199 Kontrollen, dabei ging auch eine mit Haftbefehl gesuchte Person ins Netz und eine weitere, bei der noch acht Strafverfahren ausstehen und deren Aufenthaltsort bisher unbekannt war. Zudem führten die Kontrollen zu elf Strafverfahren – neun Mal wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, ein Mal wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und ein Mal  wegen „unerlaubter Veranstaltung eines Glücksspiels“. Des Weiteren wurden 22 Ordnungswidrigkeiten festgestellt: ein Mann trug einen Schlagstock bei sich, eine Person hatte gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen, 20 weitere gegen das Straßenverkehrsrecht.

Auch konnte die Polizei in zwei Fällen bei sich anbahnenden Schlägereien dazwischengehen, so gegen 22.30 Uhr an der Saarbahnhaltestelle neben der Europagalerie, wo mehrere agressive Kleingruppen aufeinander losgingen.

Zoll und Ordnungsamt waren ebenfalls im Einsatz und kontrollierten etliche Gaststätten. Dabei wurden  vor allem Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz, aber auch steuerrechtliche Verstöße und Zuwiderhandlungen gegen den Jugendschutz geahndet. Und bei von der Polizei unerstützten Kontrollen in zehn Saarbahn-Zügen wurden 29 „Fahrgäste“ ohne Fahrschein ermittelt.

Als besonders bemerkenswert bezeichnete der Einsatzleiter der Polizei, Polizeidirektor Udo Schneider, „die gute Zusammenarbeit der Landeshauptstadt mit Kräften des Ordnungsamts und der Feuerwehr, des Landesamts für Umwelt und Arbeitsschutz, der Ausländerbehörde und des Zolls, die sich engagiert an dem Einsatz der Polizei in Saarbrücken beteiligten.“

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