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Grenzkontrolle: Drogen und Waffen gefunden – Hafbefehle vollstreckt

Wieder Grenzkontrollen : Bundespolizisten finden bei Grenzkontrolle Drogen und Waffen

130 Bundespolizisten haben am Mittwoch an den Grenzen zu Frankreich Fahrer und Fahrzeuge kontrolliert.

An der Autobahn-6-Grenzübergangsstelle Goldene Bremm, am Rastplatz Weiler an der A 8 und an den kleineren Grenzübergängen in Hanweiler und Überherrn waren die Beamten zwischen 9 und 18 Uhr aktiv und schauten sich 100 Personen und 35 Fahrzeuge bis zum Nachmittag genauer an. Bundespolizeisprecher Karsten Eberhardt zeigte sich gegenüber der SZ überrascht von der Vielzahl der festgestellten Gesetzesverstöße.

20 der Personen seien von deutschen Staatsanwaltschaften zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben gewesen. In all diesen Fällen hätten die Menschen nicht auf Vorladungen reagiert und müssen ihre aktuelle Adresse angeben. Danach durften sie weiterfahren. Seien amtliche Schriftstücke später weiterhin nicht zustellbar, erfolge eine erneute Ausschreibung zur Haft, erläuterte Eberhardt. Einen Armenier (39) hätten die Beamten festgenommen. Er war in Saarbrücken nicht zu einem Diebstahlsprozess gegen ihn erschienen. Ein 28-jähriger Franzose war wegen Fahrens ohne Führerschein zur Haft ausgeschrieben. Ein illegal einreisender Libyer sei nach Frankreich zurückgewiesen worden, bei einem 26-jährigen Franzosen habe man Drogen gefunden, ein 50-jähriger Franzose habe gegen das Waffengesetz verstoßen und ein 36-jähriger Franzose seinen Führerschein abgeben müssen. „Der Mann hatte seinen Führerschein entzogen bekommen, das Dokument aber nie abgegeben“, sagte Eberhardt, dessen Kollegen von vier französischen Gendarmen unterstützt wurden, die sich an den Kontrollen beteiligten.

Als „Highlight des Tages“ bezeichnete Eberhardt ein Auto mit vier rumänischen Staatsbürgern, darunter drei Frauen, gegen die 17 Aufenthaltsermittlungen deutscher Behörden vorgelegen hätten. Gegen die vier Autoinsassen zwischen 17 und 28 Jahren liefen Verfahren wegen Betrug, Diebstahl, Körperverletzung und Steuerhinterziehung. „Nach telefonischer Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft durfte die Gruppe weiterfahren“, sagte Eberhardt. Auch hier seien ihre neuen Adressen erfasst worden, hieß es.