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Die Wehr macht was los : „Genau so haben wir uns das vorgestellt“

Die Wehr macht was los : „Genau so haben wir uns das vorgestellt“

Tage der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Dudweiler mit einer spektakulären Übung in der Fischbachstraße.

„Da drin raucht’s!“, sagt ein Kind. Ein anderes sieht nichts, und die Oma zeigt am Gerüst vorbei auf die Rauchwolke, die sich über dem Haus in der Fischbachstraße ausbreitet. „Jetzt hörst Du gleich die Sirene“, sagt sie und fügt hinzu: „Da ist nicht wirklich was passiert, das ist eine Übung.“

Dutzende Zaungäste wohnen der Schauübung am Samstag anlässlich der Tage der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Dudweiler bei. Angenommen war ein Hausbrand im Anwesen 5a, das derzeit saniert wird – daher rührt auch das Baugerüst. „Bei Arbeiten an einer Gasleitung kam es zu einer Verpuffung mit rascher Ausbreitung des Brandes“, erklärt Übungsleiter Christian Montada. Mit den befreundeten Wehrleuten  aus St. Ingbert, Friedrichsthal, Großrosseln, Sulzbach, Quierschied und der Berufswehr aus Saarbrücken rückte man mit mehreren Fahrzeugen an und löschte die Brände im rechten Gebäude und im Haus, das zur Straße hin steht. Im linken Gebäude – derzeit wegen der Sanierung unbewohnt – mussten noch drei Personen gerettet werden. Eine davon wurde von einer Puppe dargestellt, die anderen beiden von Mitgliedern des Nachwuchses. „Die Jugendwehr unterstützt uns bei jeder Übung“, so Montada stolz. Sein Resümee der gesamten Übung: „Es war wunderbar, genau so haben wir uns das vorgestellt.“

Am Sonntagmittag folgte eine weitere Übung – ein angenommener Brand bei der Firma Röhlinger, gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus. Zum weiteren Rahmenprogramm gehörten noch zwei Auftritte der Formation Satchmo, die die zahlreichen Besucher mit Cover-Versionen von Rock- und Pop-Klassikern unterhielt. Am Sonntag sorgte Sängerin und Gesangslehrerin Maria-Grazia Mele für gute Stimmung. Weitere musikalische Auftritte zeigten der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Sulzbach und der Chor der Grubenwehrkameradschaft Jägersfreude. Das THW lockte mit Gefillde, und bei einem kleinen Festakt gratulierte man der Jugendwehr zum 55. Geburtstag und ehrte die Gruppen, die sich mittags an der Spaßolympiade beteiligten (Bericht folgt). Zufrieden mit dem Zulauf an Besuchern zeigten sich Löschbezirksführer Torsten Ludwig und sein Stellvertreter, Florian Bender. Die beiden sind seit Anfang Juli in ihren Ämtern und sozusagen Teil eines Generationenwechsels, der sich bei der Wehrführung vollzog.