Gemeinde Kleinblittersdorf kämpft gegen den Eichenprozessionsspinner

Ungeziefer-Plage : Teilsieg über die gefährlichen Raupen

Die Gemeinde Kleinblittersdorf musste in diesem Jahr außergewöhnlich viele Nester des Eichenprozessionsspinners entfernen lassen.

Die Gemeinde Kleinblittersdorf hat den Kampf gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners für dieses Jahr gewonnen. Bürgermeister Stephan Strichertz sagte, in diesem Jahr seien die Eichen in den fünf Ortsteilen der Gemeinde sehr stark von den Raupen befallen.

Am schlimmsten hatte es Sitterswald getroffen. Dort waren die Eichen am Waldhaus, am Kirchwald und am Sportplatz voller Nester der Eichenprozessionsspinner-Raupen.

Für die Beseitigung engagierte die Gemeinde den Garten- und Landschaftsbauer Timotheus Emanuel aus Auersmacher, der die Nester professionell entfernte. „Ich bin seit zehn Tagen unterwegs. Es ist so gut wie alles weg. Nur an vereinzelte Bäumen muss ich noch ran“, sagte Timotheus Emanuel, der die Nester ohne den Einsatz von Chemikalien entfernte. Kleine Nester wurden abgesaugt, und größere Nester zuerst eingetütet und danach der Rest abgesaugt.

Das Problem für den Menschen sind die feinen Haare der Raupen. Bei Hautkontakt lösen diese Haare allergische Reaktionen aus, die zu Hautirritationen, Augenreizungen, Fieber, Schwindel und in Einzelfällen sogar zu allergischen Schocks führen können. Beim Einatmen der feinen Härchen können zudem Atembeschwerden wie Bronchitis und Asthma auftreten. Der Sieg über den Eichenprozessionsspinner ist allerdings nur für dieses Jahr geschafft. Der Eichenprozessionsspinner ist ein Gewinner des Klimawandels, und für die kommenden Jahre ist zu befürchten, dass die Raupen nicht nur in der Gemeinde Kleinblittersdorf in ähnlich großer Zahl auftreten werden wie 2019.

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