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Völkerverständigung
Gelebte Integration beim Lichterkonzert

Malstatt. Rund 500 Gäste kamen, um den 290 Kindern der Malstatter Kirchberg-Grundschule zuzuhören Von Heiko Lehmann

So einfach geht Integration. Kinder aus mehr als 50 unterschiedlichen Nationen kamen am Freitagabend mit ihren Eltern in die evangelische Kirche nach Malstatt. Die Ganztags-Grundschule Kirchberg in Malstatt hatte zum zweiten Lichterkonzert eingeladen, und wie schon im vergangenen Jahr platzte die Kirche fast aus allen Nähten. Etwa 500 Besucher kamen, saßen auf den Bänken oder standen teilweise bis in den Eingangsbereich der Kirche.



Dabei schien es überhaupt keine Rolle zu spielen, welche Hauptfarben, Religionen oder Kopfbedeckungen vertreten waren. Es ging darum, ein paar nette Stunden zu erleben und den Kindern zuzuhören, die sich seit Wochen mit ihren Lehrern auf diesen Tag vorbereitet hatten.

„Was macht ein Frosch an Weihnachten“, fragte Annina Casalno, die stellvertretende Schulleiterin, die das Lichterkonzert moderierte. „Na die quaken Weihnachtslieder“, sagte ein aufgeweckter Knirps in der ersten Reihe und brachte die Kirche zum Lachen.

Ganz verkehrt lag der Junge damit nicht, denn im Anschluss sang die zweite Klasse der Grundschule Kirchberg das Lied über die Frösche, die sich an Weihnachten einen feinen Anzug anziehen und tatsächlich Weihnachtslieder singen. Großen Applaus gab es dafür von den Menschen in der Kirche.

Viel geklatscht wurde auch für die anderen elf Schulklassen der Grundschule, die sich allesamt tolle Auftritte überlegten und von den Sozialpädagogen der Katholischen Fachschule musikalisch begleitet wurden. Eineinhalb Stunden sagen die insgesamt 290 Kinder aus den vier Klassenstufen der Kirchberg-Grundschule für ihr Publikum mit Menschen aus ganz vielen Nationen.