GdP im Saarland fordert "Kernsanierung" im öffentlichen Dienst

Kostenpflichtiger Inhalt: GdP fordert „Kernsanierung“ im öffentlichen Dienst : Nur noch rund 300 Bewerber bei der Polizei im Rennen

Gewerkschaft der Polizei: Von ursprünglich 900 Interessenten sind offenbar fast 600 abgesprungen oder haben erste Tests nicht bestanden.

150 junge Kommissaranwärter sollen im Saarland in diesem Jahr neu für die dreieinhalbjährige Ausbildung eingestellt werden. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sind von ursprünglich 900 Interessenten jetzt aber nur noch rund 300 Bewerber im Rennen. Sie haben kürzlich am schriftlichen Auswahltest teilgenommen. Für GdP-Landeschef David Maaß eine „alarmierende Zahl“. Fast 600 seien folglich nicht zu der ersten Sportprüfung erschienen, oder durchgefallen. Die Werbekampagne des Innenministerium für den Polizeiberuf im Land war, so Maaß, „offensichtlich nicht durchschlagend“. Er plädiert jetzt für eine grundlegende „Kernsanierung“ im öffentlichen Dienst des Landes: „Ein baufälliges Haus bleibt baufällig, auch wenn man es neu anstreicht.“

Die GdP sieht jetzt die gesamte Landesregierung in der Verantwortung, den öffentlichen Dienst „wieder konkurrenzfähig und attraktiv für junge Menschen zu machen“.  Bei der Polizei sollen daher die Gehälter im so genannten Einstiegsamt um knapp 200 Euro brutto erhöht werden. Kommissare sollten statt in der Besoldungsgruppe A 9 (2697,99 Euro) in der A 10 (2888,94 Euro) eingestuft werden. Profitieren davon würden nach GdP-Angaben etwa 1100 der knapp 2400 Polizisten. Zusätzlich erhalten die Polizisten eine Zulage von 63,69 monatlich nach dem ersten Dienstjahr und von 127,38 Euro nach zwei Jahren. Maaß fordert „neue Wege, um die durch die Schuldenbremse ruinierte saarländische Polizei wieder gesunden zu lassen“.