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Gast kritisiert Umkleide in Saarland-Therme wegen fehlender Privatsphäre

Schutz der Privatsphäre : Kritik an Sammelumkleide der Saarland-Therme

Die Saarland-Therme hat zu Stoßzeiten zu wenig Platz in den Umkleidekabinen. Einige Besucher missbilligen diese Situation. Jetzt sollen die Umkleiden wieder getrennt werden – es sei denn, der Andrang ist zu groß.

Die Saarland-Therme in Kleinblittersdorf sieht sich mit Kritik konfrontiert. Ein weiblicher Gast hatte sich beschwert, dass es in dem Bad nur eine große Sammelumkleide für alle Besucher gebe. Dies mache es unmöglich, sich ungestört umzuziehen. Die Frauenbeauftrage Saabrückens, Katharina Kunze, schließt sich dieser Beschwerde an: „Die Privatsphäre ist besser gewahrt, wenn sich Männer und Frauen getrennt umkleiden können.“

Die St. Ingberterin Rita Jung hatte die Therme Donnerstags gemeinsam mit einer Freundin besucht. „Man erhält am Eingang die Nummer eines Schließfaches zugeteilt und das muss man dann nutzen. Um die Sammelumkleide kommt man nicht herum,“ sagt die 67-Jährige. Zwar gebe es dort vier Einzelkabinen. Doch diese müssten zum einen frei sein und sie ersparten es Besuchern zum anderen nicht, durch den Gemeinschaftsraum zu müssen. Sie denke dabei an ihre Enkel und andere Kinder, aber auch an Musliminnen, für die es ein Problem sein könne, gemeinsam mit nackten Männern in einem Raum zu sein. Jung findet: „Das ist eine untragbare Situation.“ Früher sei die Umkleide auch getrennt gewesen.

Auf Anfrage unserer Zeitung teilte Christina Altmeyer, Leiterin für Unternehmenskommunikation bei den Saarland-Thermen mit, das Unternehmen habe die Umkleiden lediglich in den Stoßzeiten zu Ferienbeginn zusammengelegt. „Das war natürlich nicht als Dauerlösung gedacht und ist inzwischen wieder geändert“, sagt Altmeyer.Die Kapazitätsprobleme seien nicht neu. Bei der geplanten Erweiterung der Therme sei die Situation in den Umkleidekabinen „Prio eins“. Die Erweiterung sei jedoch aus baulichen Gründen nicht ohne weiteres möglich und werde deshalb in diesem Jahr nicht mehr durchgeführt. „Bis der Ausbau erfolgt ist, werden wir die Umkleidekabinen getrennt halten, außer bei Besucherpeaks“, sagt Altmeyer. Sollten also abermals viele Besucher in die Therme strömen, könnten die Umkleiden erneut zusammengelegt werden.