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Regionalligist spielt um Hallen-Titel
Für FCS II hat das Masters eine untergeordnete Rolle

Saarbrücken. Dem Namen nach sind sie immer der „erste Fußball-Club“ ihrer Stadt. Für das Endturnier des Volksbanken-Frauenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes am kommenden Sonntag, 18. Februar, in der Multifunktionshalle der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken hat sich die zweite Mannschaft des 1. FC Saarbrücken aber als Tabellenachter und damit letzter Verein qualifiziert. Von Patric Cordier

Das Endturnier  beginnt um 14 Uhr. Das Endspiel ist um 18.50 Uhr. „Gespielt wird ohne Bande“, erklärt SFV-Spielleiter Adalbert Strauß: „Aber ansonsten nach den gleichen Regeln wie beim Herren-Masters.“


„Das Masters hat für uns als Verein nur eine untergeordnete Rolle“, erklärt FCS-Mannschaftsmanager Winfried Klein: „Für uns liegt das Hauptaugenmerk in dieser Saison auf der Feldrunde. Das sieht man alleine daran, dass wir in diesem Winter deutlich weniger Turniere gespielt haben, als in der Vergangenheit.“ Drei Mal waren die Saarbrückerinnen in dieser Saison in der Halle aktiv. Der Regionalligist schied ein Mal im Viertelfinale aus und wurde zwei Mal Dritter.

„Eigentlich hatten wir für Sonntag ein Testspiel gegen den Karlsruher SC geplant. Das mussten wir jetzt absagen“, erzählt FCS-Trainer Markus Klimt. Er ergänzt:  „Als zweite Mannschaft haben wir die Philosophie, das Bindeglied zwischen der Jugend und der ersten Mannschaft zu sein. Wir sind so gesehen eine Ausbildungsmannschaft. Das zeigt sich schon an unserer Personalstruktur. Bis auf zwei Spielerinnen sind alle U 23.“

Erst 17 Jahre alt ist Nina Rauber. Für die Saarbrückerin wird es die erste Masters-Teilnahme. Allerdings nicht der erste Auftritt vor größerem Publikum. „Wir kennen das ja von den Spielen im Länderpokal in Duisburg“, sagt die Saarauswahl-Spielerin. Sie erklärt: „Ich spiele eigentlich sehr gerne in der Halle. Darum freue ich mich auch auf das Masters.“ Nach einer Gehirnerschütterung musste Rauber im Herbst kürzer treten. Vielleicht auch darum schraubt sie die Erwartungen nicht zu hoch: „Wir werden antreten und schauen, was dabei rauskommt. Wichtig ist, dass wir dabei Spaß haben.“

7,20 Punkte erspielten die Saarbrückerinnen in den Qualifikationsturnieren. Spitzenreiter 1. FC Riegelsberg holte mit 48,75 fast sieben Mal soviele Zähler. Darum ist man beim FCS II auch nicht unglücklich, dass man in der Vorrunde zunächst auf den SV Göttelborn, Tabellenführer der Landesliga, auf den Verbandsligisten SV Bliesmengen-Bolchen und den Regionalliga-Konkurrenten DJK  Saarwellingen antreten muss. „Aber jeder Gegner hat vier oder fünf Spielerinnen mit hoher Qualität. Da ist jeder in der Lage, auch sogenannte Favoriten ins Straucheln zu bringen“, warnt Klimt.



Die mögliche Übernahme der Göttelbornerinnen durch die SV Elversberg (Bericht in der morgigen Ausgabe) ist bei den FCS-Verantwortlichen kein Thema. Nachdem es dem 1. FC Saarbrücken  im Herrenbereich nicht erlaubt wurde, für seine zweite Mannschaft das Spielrecht der DJK Bildstock in der Saarlandliga zu kaufen (wir berichteten), schaut man nun auf die Entscheidung des Saarländischen Fußball-Verbands, was den Wechsel der Frauensparte des SV Göttelborn zur SV Elversberg angeht.

Beim Masters trifft der FCS II in der Vorrunde auf den SV Göttelborn. „Unser Ziel ist natürlich das Halbfinale. Favorit ist ganz klar der 1. FC Riegelsberg“, sagt Klimt, der zum Saisonziel in der Feldrunde erklärt: „In der vergangenen  Saison wurden wir dank einer sensationellen Rückrunde noch Vierter in der Regionalliga. In diesem Jahr kommt die eingleisige zweite Bundesliga. Darum kann unser Ziel nur Klassenverbleib heißen.“ Da entsprechend der Zweitliga-Absteiger mehr Mannschaften die Regionalliga verlassen müssen, wäre der Klassenverbleib ein Erfolg für den Tabellenachten, der nur drei Punkte mehr hat als Schlusslicht SC Siegelbach auf Rang zwölf.