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Zwei Vorschläge für Einsatz eines Linientaxis

Friedrichsthal. Seit Jahren wird in der Stadt Friedrichsthal diskutiert, wie die Gebiete Maybach und Klaraschacht besser an das Stadtzentrum angebunden werden können, da sie nicht vom öffentlichen Personennahverkehr bedient werden. Ideen gab es einige - vom Ringbus-Verkehr der CDU bis zum Vorschlag der Verwaltung, ein Linientaxi einzurichten

Friedrichsthal. Seit Jahren wird in der Stadt Friedrichsthal diskutiert, wie die Gebiete Maybach und Klaraschacht besser an das Stadtzentrum angebunden werden können, da sie nicht vom öffentlichen Personennahverkehr bedient werden. Ideen gab es einige - vom Ringbus-Verkehr der CDU bis zum Vorschlag der Verwaltung, ein Linientaxi einzurichten. In der jüngsten Stadtratsitzung wurden bei den Haushaltsberatungen mit den Stimmen von SPD und Grünen 15 000 Euro für ein Linientaxi eingestellt. In der morgigen Bauausschuss-Sitzung des Stadtrates - sie ist nichtöffentlich - soll über das Konzept der Verwaltung beraten werden. Nach Angaben von SPD-Bürgermeister Rolf Schultheis (Foto: ll) beinhaltet das Konzept eine Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Regionalbus Saar-Westpfalz. RSW verfüge für das Gebiet über die erforderliche Konzession und solle auch die Abrechnung erledigen. Geplant seien vorerst vier Fahrten pro Werktag, dazu zwei am Samstag - alle mit einem Taxi. Das Projekt soll nach den Ferien im August starten und sei erst einmal auf ein Jahr befristet, sagt der Verwaltungschef. Nach Angaben der CDU-Fraktionsvorsitzenden Ingrid Rauber und ihrer beiden Stellvertreter Anja Wagner-Scheid (Foto: SZ) und Lothar Schmidt legt die CDU ein eigenes Konzept für das geplante Stadttaxi vor. Danach soll die Stadt den Betrieb in eigener Regie übernehmen und nicht, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, einem Taxiunternehmen aus dem Landkreis Neunkirchen übertragen. Rauber: "Unser Vorschlag ist günstiger als die Alternative der Verwaltung. Es sollten neben dem Klaraschacht und Maybach auch andere Gebiete, wie der Kolonieschacht, angefahren werden. Wir wollen auch kein normales Taxi, sondern ein neunsitziges Fahrzeug einsetzen." Die CDU will, dass auch am Sonntagvormittag eine Verbindung angeboten wird, um den Besuch der Gottesdienste in Bildstock und Friedrichsthal zu ermöglichen. Zudem schlägt die CDU vor, als Fahrer einen älteren Arbeitslosen einzustellen. Es sei möglich, dass die Personalkosten von der Arbeitsagentur zu 75 Prozent bis zu drei Jahren gefördert werden. Man habe bereits entsprechende Gespräche mit dem Vermittlungszentrum Perspektive 50plus in Sulzbach geführt. Eine Einnahmemöglichkeit sehen die Christdemokraten in der Nutzung des Fahrzeugs als Werbeträger. Die CDU-Fraktionsspitze betont: "Unser Vorschlag ist günstiger als die Variante der Verwaltung." ll