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Fußball-Landesliga
Von Anfang an die Nummer eins

Bildstock. Hellas Bildstock hat eine beeindruckende Saison gespielt. Nach dem souveränen Titelgewinn in der Fußball-Landesliga Ost wird der Club in der kommenden Saison erstmals in seiner Geschichte in der Verbandsliga Nord-Ost spielen. Von Philipp Semmler

Für Hellas Bildstock sind aller guten Dinge drei: Vor drei Jahren stieg der Verein als Tabellendritter der Fußball-Bezirksliga Neunkirchen nach dem 5:0-Sieg im Entscheidungsspiel gegen die DJK St. Ingbert in die Landesliga Ost auf. Im dritten Anlauf schafften die Blau-Weißen jetzt den Sprung in die nächsthöhere Spielklasse: Durch einen 4:0-Sieg beim TuS Rentrisch am 6. Mai sicherte sich die Hellas drei Spieltage vor dem Saisonende die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga Nord-Ost – erstmals in der Vereinsgeschichte.


„Die Freude bei uns ist natürlich riesengroß. Ebenso wie die Euphorie im gesamten Verein“, sagt Trainer Michel Cimini. Der 44-Jährige stand bei beiden Aufstiegen als sportlich Verantwortlicher an der Seitenlinie. Auch kommende Saison wird er die Mannschaft trainieren. „Das Ziel in der Verbandsliga ist es, nichts mit dem Abstieg zu tun zu bekommen“, sagt Cimini.

Wenn man bedenkt, wie souverän Hellas Bildstock diese Saison durch die Landesliga marschierte, scheint dieses Vorhaben machbar. Denn die Hellas ging in 28 Spielen 26-mal als Sieger vom Platz. Lediglich eine Niederlage musste die Mannschaft einstecken – 1:3 bei Genclerbirligi Homburg am 22. April. Hinzu kam ein 2:2 beim SV Schwarzenbach am 3. September 2017.



Die Bildstocker standen vom ersten Spieltag an immer auf Tabellenplatz eins. Der einzige ernsthafte Verfolger, die Spvgg. Einöd-Ingweiler, hat zwei Spieltage vor Schluss 13 Punkte weniger als der Meister. Der SV Kirrberg auf Rang drei hat sogar 31 Punkte weniger als Hellas Bildstock.

Aber wie schaffte es der Club, so souverän durch die Liga zu marschieren? „Wir haben mehrere überragende Einzelspieler, die auch ein oder zwei Klassen höher spielen könnten“, sagt Cimini. Dabei denkt er beispielsweise an seine beiden erfolgreichsten Torschützen Julian Kriesch (27 Treffer) und Manuel Zimmer (26). Die individuelle Klasse der Akteure ist nicht das alleinige Erfolgsgeheimnis. „Die Kameradschaft im Team ist riesengroß. Zudem haben uns die vor der Saison verpflichteten Michael Alff, Onur Dede und Kevin Staub mit ihrer Erfahrung und Routine enorm weitergebracht“, sagt Cimini: „Solche Spieler haben uns in den zwei Jahren zuvor zum ganz großen Wurf gefehlt.“ Da beendete Hellas Bildstock die Saison auf dem dritten beziehungsweise dem vierten Tabellenplatz.

Auf einen seiner Routiniers muss Cimini kommende Runde verzichten: Verteidiger Alff ist einer von zwei Abgängen beim Aufsteiger. Der 34-Jährige wird Spielertrainer beim Kreisligisten VfB Heusweiler. Zudem wird Vize-Kapitän Mirco Zavaglia die Hellas verlassen. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler wechselt zu Saarlandligist Spvgg. Quierschied. Zavaglia erzielte in dieser Saison 17 Treffer.

Den zwei Abgängen steht bislang ein Neuzugang gegenüber: Defensivspieler Florian Röder. Der 27-Jährige kommt von Verbandsliga-Schlusslicht SG Schiffweiler-Landsweiler. Aus der eigenen A-Jugend rückt Jeremy Ewertz auf. Er kam in der aktuellen Saison bereits zehnmal in der Landesliga-Mannschaft zum Einsatz.

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