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Unvergessliche Tage mit polnischen Freunden

Unvergessliche Tage mit polnischen Freunden

Bereits seit über vier Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen der Edith-Stein-Schule in Friedrichsthal und dem Gymnasium Nr. 3 in Przemysl im Südosten von Polen, nahe der ukrainischen Grenze. Jetzt waren die jungen Polen zu Gast im Saarland.

Im vergangenen Jahr waren die deutschen Schüler in Polen und dieser Tage erwarteten sie ihre polnischen Freunde , die mit 15 Jugendlichen und den beiden polnischen Lehrerinnen Hanna Kopciewicz und Maria Rabska nach einer strapaziösen Fahrt von 19 Stunden die weiterführende Schule erreichten. Es wurden für beide Seiten unvergessliche Tage mit herrlichen Erinnerungen. Das wurde aus Teilnehmerkreisen der SZ mitgeteilt.

Die Gasteltern hatten zur Begrüßung schon ein Kuchenbüfett vorbereitet. Anschließende Kennenlernspiele, die die beiden deutschen Betreuer Nicole Abdeli und Werner Hillen vorbereitet hatten, sorgten für eine lockere Atmosphäre, die die Jugendlichen zusammenführte. Den Rest des Tages verbrachten sie bei ihren Gasteltern, die sich alle Mühe gaben, die polnischen Schüler zu verwöhnen.

Am darauffolgenden Tag startete das Programm, das unter dem Thema "Natur und Kultur im Saarland " stand. Ziel war der Felsenpfad in Kirkel, der die Schüler mit seiner Schönheit und Vielfalt der Felsformationen begeisterte. Interessante Informationen erhielten sie beim anschließenden Besuch des Heimat- und Burgmuseums, und es machte ihnen sichtlich Spaß, das Burggelände zu erkunden.

Mehr Kultur war am kommenden Tag bei der Begehung des Hüttengeländes in Neunkirchen mit einem fachkundigen Führer angesagt. Nachdem sich alle zunächst vom Dach des Rathauses einen Überblick über die Stadt verschafft hatten, führte der Weg über den Hüttenberg zum Hochofen, der mit Helmen bestiegen wurde, und in die neue Gasgebläsehalle. Von dort aus ging es zum Neunkircher Zoo , wo die rührigen Gasteltern bereits einen Imbiss vorbereitet hatten. Das Highlight im Zoo war dann die Fütterung der Elefanten, an der sich die Jugendlichen auch selbst beteiligen durften. Shopping im Saarpark-Center beschloss dann zur Freude aller den erlebnisreichen Tag.

Kultur pur war dann dritten Programmtag angesagt. Nach dem Besuch der Schlossberghöhlen , den größten Buntsandsteinhöhlen Europas, fühlten sich die Jugendlichen im Europäischen Kulturpark Bliesbrück-Reinheim in die Zeit der Kelten und Römer zurück versetzt. Schließlich durften sie sich noch selbst als Archäologen betätigen, indem sie alte Münzen und Scherben einer Tonvase in einem abgegrenzten Feld suchten.

Am letzten Besuchstag stand noch eine Fahrt durchs Saarland bis nach Dreisbach an. Von dort wanderten alle bis nach Mettlach, vorbei an der Schleuse. Ein Besuch der Keravision bei Villeroy & Boch gehört sicher zum Pflichtprogramm bei einem Saarlandbesuch, ebenso wie das saarländische Essen, das man in der Abteibrauerei zu sich nehmen konnte. Der krönende Abschluss war der Blick von der Cloef auf die Saarschleife, das bekannteste Postkartenmotiv des Saarlandes.

Der Abreisetag begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Bistro der Schule, das auch wieder die Gasteltern vorbereitet hatten. Nach Übergabe der Gastgeschenke war der Moment des Abschieds gekommen. Die Trennung fiel allen sehr schwer und kaum ein Auge blieb trocken. "Wir sind eine große Familie geworden", meinte Angelo. Und sein Vater ergänzte: "So stelle ich mir Europa vor." "Diese Schülerbegegnungen werden und müssen auch nach der Zusammenlegung mit der Gemeinschaftsschule in Quierschied weiter bestehen", beruhigte Organisator Werner Hillen die Eltern.