Stadtratsmitglieder mit Hilfe der Drehleiter gerettet

Stadtratsmitglieder mit Hilfe der Drehleiter gerettet

Viel Lob für die Aktiven und die Jugendwehr gab es am vorigen Samstag. Außerdem wurden bei der Freiwilligen Feuerwehr viele ehrenamtliche Helfer befördert und geehrt. Die neue Drehleiter kam zum wichtigen Einsatz.

Die Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsthal machte deutlich, wie wichtig eine Drehleiter für die Wehr ist. In Minutenschnelle wurden am vorigen Samstag bei einem angenommenen Brand im Friedrichsthaler Rathaus mehrere Stadtratsmitglieder mittels der Drehleiter aus dem Sitzungssaal im zweiten Stock gerettet. Durch einen Kurzschluss in der Stromverteilung war es im ersten Stock des Gebäudes zu einem Brand gekommen. Er breitete sich über den Kabelschacht unbemerkt über den zweiten Stock bis ins Dach aus. Erst dort wurde der Brand von einem Passanten bemerkt, der daraufhin die Feuerwehr alarmierte. Alle Flure im Rathaus waren derart stark verqualmt, dass die noch anwesenden Ratsmitglieder es zu Fuß nicht mehr verlassen konnten.

Nach der Menschenrettung mittels Korb und der sogenannten Schleifkorbtrage wurde die Drehleiter auch noch zur Brandbekämpfung eingesetzt. Eingebunden in die Übung war noch ein weiteres Szenario: Während des Feuerwehreinsatzes kam es im Kreuzungsbereich Schmidtborn- und Beethovenstraße zu einem Verkehrsunfall. Ein Autofahrer, wohl abgelenkt von der Rauchsäule, fuhr gegen einen Baum und wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Mittels hydraulischer Schere und Spreizer musste er von den Wehrleuten aus dem Auto befreit werden. Das Friedrichsthaler Rote Kreuz kümmerte sich um die geretteten Personen.

In der anschließenden Übungsbesprechung im Gerätehaus durfte sich Wehrführer Jürgen Wilhelm über viele lobende Worte für seine Truppe freuen. In Vertretung von Bürgermeister Rolf Schultheis sprach die Erste Beigeordnete Anne Hauptmann von einer "prima Übung". Für das ehrenamtliche Engagement der Frauen und Männer in den Hilfsorganisationen könne man gar nicht oft genug Danke sagen. "Die Übung hat gezeigt, wie wichtig eine Drehleiter ist. Ich bin froh, dass sie angeschafft werden konnte", meinte Saarbrückens Sicherheitsdezernent Harald Schindel. Die Übung sei sehr lehrreich und realitätsnah gewesen. Ein dickes Kompliment zollte Schindel dem Friedrichsthaler Feuerwehrnachwuchs. Vor der Jahreshauptübung hatten die Mädchen und Buben bei einer Angriffsübung gezeigt, dass sie feuerwehrtechnisch schon viel draufhaben. "Bei der Friedrichsthaler Wehr wird gute Jugendarbeit geleistet", stellte der stellvertretende Brandinspekteur im Regionalverband, Ruwen Dumont, fest. Die Jugendwehr sei das Standbein der Aktivwehr. Die Jahreshauptübung bewertete Dumont als "sehr gut". Er stellte fest: "Die Friedrichsthaler Wehr ist schlagkräftig, gut ausgestattet und sehr gut ausgebildet. Die Stadt kann stolz auf ihre Wehr sein."

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Auf einen BlickNach der Jahreshauptübung gab es bei der Friedrichsthaler Wehr zahlreiche Beförderungen und Ehrungen. Feuerwehranwärter sind jetzt Janek Marcel Altmeier, Jens Altmeier, Stefan Engbarth, Thomas Hahn, Sven Hoffmann, Oliver Ohliger und Sven Platz. Befördert wurden Mathias Manderscheid und Thomas Weber; sie sind jetzt Feuerwehrmänner. Zu Oberfeuerwehrmännern befördert wurden Joachim Kretz und Marc Wambach. Oberlöschmeister wurden Martin Eickhoff und Klaus-Peter Meier. Christian Noll ist nun Hauptlöschmeister. Eine Stufe weiter auf der Karriereleiter bei der Wehr ist auch Andreas Lorang. Er ist jetzt Brandmeister. Zu Oberbrandmeistern aufgestiegen sind Dirk Lorang und Markus Schmidt. Eberhard Bickelmann und Günter Kolling wurden in die Altersabteilung übernommen. Zudem zeichnete Peter Bickelmann, der stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, Josef Biegel für 50-jährige Zugehörigkeit zur Wehr aus. ll