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Stadtrat Friedrichsthal beschließt Doppelhaushalt

Die Haushaltslücke soll bald kleiner werden : Stadtrat Friedrichsthal beschließt Doppelhaushalt

Aufgrund der Corona-Pandemie tagte der Friedrichsthaler Stadtrat vergangenen Mittwoch in der Helenen-Sporthalle und mit verkleinerter Besetzung. So beschlossen nur 17 der sonst 33 Ratsmitglieder in gebührendem Abstand voneinander einstimmig einen Doppelhaushalt für die Jahre 2020 und 2021. „Ein Doppelhaushalt ist praktisch, man ist flexibler; und er ist vom Arbeitsaufwand für den Fachbereich leichter zun handhaben“, sagte Bürgermeister Rolf Schultheis (SPD), der die Lage grundsätzlich als „bescheiden“ einstufte: „Wenn man nur noch 70 Prozent der Mittel bekommt, aber 100 Prozent Leistungen erbringen soll, stößt man rasch an seine Grenzen.“

Dennoch liest sich das Friedrichsthaler Zahlenwerk recht positiv. Das Gesamtvolumen der Erträge und Aufwendungen in den Jahren 20/21 beträgt rund 35 Millionen Euro. Der „Jahresfehlbetrag“ (also die Haushaltslücke) betrage 795 500 Euro im Jahr 2020, in den Folgejahren werde der Fehlbetrag aber kontinuierlich kleiner. Das Ziel, wieder Eigenkapital aufzubauen, könne mit Hilfe des Saarlandpaktes bereits im Jahr 2021 erreicht werden.

Die höchsten Ausgaben fallen einmal mehr für die Regionalverbandsumlage an: Friedrichsthal muss dieses Jahr 6,1 Millionen Euro zahlen – 300 000 Euro mehr als 2019. Die Personalkosten schlagen mit 4,5 Millionen Euro zu Buche. An Einnahmen aus Steuern werden rund neun Millionen Euro erwartet.

Investiert werden soll vor allem in den Friedhof, dafür stehen 204 000 Euro zur Verfügung. In den Bauhof sollen etwa 100 000 Euro fließen, 60 000 sind für die Feuerwehr vorgesehen. Die Spielplätze der Stadt sollen mit neuen Spielgeräten vor allem für Kinder unter drei Jahren, ausgestattet werden. Hierfür sind 50 000 Euro eingeplant, hinzu kommen 30 000 Euro für das Unterhalten der vorhandenen Spielplätze. „Das ist das Vierfache des früheren Betrages“, betonte Schultheis.

Für die Straßenunterhaltung sind 250 000 Euro bereitgestellt. Das „Fit-Machen“ der Verwaltung und der Schulen für das digitale Zeitalter werde 400 000 Euro kosten, so der Verwaltungschef. Wie in jeder Kommune hofft man auch in Friedrichsthal, dass das Land die Städte und Gemeinden bei den noch nicht absehbaren Folgen der Corona-Pandemie unterstützt.

In diesem Zusammenhangt würdigte Schultheis alle Helferinnen und Helfer, die bei der Verteilung der kostenlosen Schutzmasken im Einsatz waren. Die Aktion sei ein voller Erfolg gewesen.