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Lokale Identität
Sich dem Gemeinwohl verschrieben

Beim Stadt der Aktion in den Räumen der Friedrichsthaler Stadtwerke (von links): Gerhard Bös, Janin Scholl und Veronique Schunck.
Beim Stadt der Aktion in den Räumen der Friedrichsthaler Stadtwerke (von links): Gerhard Bös, Janin Scholl und Veronique Schunck. FOTO: Thomas Seeber
Friedrichsthal. Stadtwerke Friedrichsthal unterstützen auch in diesem Jahr mit ihrer kommpowerCent-Aktion Vereine und Initiativen. Von Patric Cordier

Insgesamt 6000 Euro Preisgeld haben die Stadtwerke Friedrichsthal auch in diesem Jahr ausgelobt bei ihrer kommpowerCent-Aktion für Vereine und Initiativen im Verbeitungsgebiet in Friedrichsthal, Bildstock aber auch Quierschied und Merchweiler. „Wir haben uns das Gemeinwohl auf die Fahnen geschrieben“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Gerhard Bös, „wir wollen damit kulturelle, soziale oder sportliche Aktivitäten fördern, die dem Miteinander dienen“.


Im vorigen Jahr gab es Kritik - auch intern in den Reihen der Veranstalter selbst. Die Unterstützung eines Wasserballturniers war noch das interessanteste unter nur vier vorgestellten Projekten. „Wir würden uns über tolle, ausgefallene Ideen sehr freuen“, betont Bös, der auch als Dozent tätig ist, „es ist für alle Gruppen, Initiativen und Vereine eine Chance, auch vielleicht mal ganz neue Wege zu gehen“. Nicht förderfähig sind infrastrukturelle Programme - wer also einen neuen Spielplatz braucht, muss andere Wettbewerbe suchen. „Ganz wichtig ist uns der Einsatz für das Gemeinwohl und der lokale Bezug“, stellt Bös klar, „außerdem hätten wir gerne im Nachgang eine Dokumentation, wie das Geld verwendet wurde“.

Im vergangenen Jahr seien auch Vorschläge von außerhalb des Verbreitungsgebietes eingegangen. die habe die Jury dann aber ablehnen müssen. „Es gab eine Anfrage nach Unterstützung einer Schule in Indien“, erzählt Bös, „das konnten wir nicht im Rahmen dieser kommpowerCent-Aktion machen. Aber wir haben entschieden, dieses Entwicklungshilfeprojekt dennoch mit 500 Euro zu unterstützen“.



kommpower ist die gemeinsame Energiemarke der Stadt- und Gemeindewerke Eppelborn, Heusweiler, Kleinblittersdorf, Lebach und eben Friedrichsthal. Insgesamt werden bei der dritten Auflage des Ideen-Wettbewerbs 30 000 Euro ausgeschüttet - ein Fünftel geht nach Friedrichsthal. „Das Geld stammt aus den erwirtschafteten Gewinnen der Unternehmen“, sagt Bös, „pro Kilowattstunde fließt ein Teil der Einnahmen in diese Aktion“. Einwände, dass man doch lieber die Strompreise senken solle, lässt der Geschäftsführer der Stadtwerke Friedrichsthal nicht gelten: „Ich arbeite seit 26 Jahren bei den Stadtwerken und wir haben immer sozialen oder sportlichen Projekte begleitet. Das ist uns sehr wichtig. Zumal die erzielbare Absenkung der Strompreise für den Endverbraucher ja gar nicht spürbar wäre“.

Bewerbungsformulare und die genauen Teilnahmebedingungen findet man im Internet unter www.kommpowercent.de , Bewerbungsschluss ist der 15. Mai dieses Jahres.

„Die Jury wird sich wie in den letzten beiden Jahren aus Vertretern der Stadtwerke und den im Stadtrat vertretenen Parteien zusammensetzen“, sagt Geschäftsführer Gerhard Bös, „wir hoffen nun, dass uns die Vereine und Inititativen mit ihren vielfältigen und bunten Aktionen die Entscheidung so schwer wie irgendmöglich machen