Polnische Schule als Partner

Friedrichsthal. Die Erweiterte Realschule Friedrichsthal (Edith-Stein-Schule) schließt eine Schulpartnerschaft mit dem Gymnasium Nr. 3 im polnischen Przemysl (gesprochen: Schemich). Das hat Werner Hillen, Rektor der Edith-Stein-Schule, der SZ mitgeteilt. Wie Hillen berichtet, wurden im März erste Kontakte geknüpft

Friedrichsthal. Die Erweiterte Realschule Friedrichsthal (Edith-Stein-Schule) schließt eine Schulpartnerschaft mit dem Gymnasium Nr. 3 im polnischen Przemysl (gesprochen: Schemich). Das hat Werner Hillen, Rektor der Edith-Stein-Schule, der SZ mitgeteilt.Wie Hillen berichtet, wurden im März erste Kontakte geknüpft. Bei einer pädagogischen Konferenz im Schullandheim in Gersheim hatten sich Vertreter von 16 polnischen und 15 saarländischen Schulen getroffen, um Schulpartnerschaften zu intensivieren oder neue anzubahnen. Hillen lernte in Gersheim die Deutschlehrerin Maria Rabska sowie den Rektor des Gymnasiums Nr. 3 in Przemysl, Stanislaw Kolodzey, kennen, die er seinem Kollegium in Friedrichsthal vorstellte. Hillen: "Von Anfang an war Sympathie da, und so sprach sich die Gesamtkonferenz der Edith-Stein-Schule für die Anbahnung einer Partnerschaft mit der polnischen Schule aus." Dabei brauchen die saarländischen Schüler nicht die polnische Sprache zu können, da die polnischen Schüler die englische und zum Teil die deutsche Sprache erlernen.

Das Saarland hat laut Hillen eine Partnerschaft mit der Woiwodschaft (Region) Podkarpackie aufgebaut, in der auch die Stadt Przemysl liegt, im Südosten Polens, nahe der ukrainischen Grenze. Hillen: "Sie ist eine der ältesten und schönsten polnischen Städte mit einer bewegten tausendjährigen Geschichte. Dort befindet sich auch das Gymnasium Nr. 3, das 13- bis 16-jährige Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 besuchen. Diese Schule entspricht also den Erweiterten Realschulen im Saarland."

Ende November fand nun im polnischen Rzeszow die vierte internationale pädagogische Konferenz statt, zu der alle saarländischen Partnerschulen mit ihren Partnern aus Polen eingeladen waren. Auch Maria Rabska und Stanislaw Kolodzey waren gekommen, um sich mit Werner Hillen und Anja Miedreich zu treffen, die an der Edith-Stein-Schule Mathematik, Biologie und Kunst unterrichtet. Mit ihrer Klasse wird Anja Miedreich am Austausch mit Polen teilnehmen.

In Rzeszow wurden die Planungen der Schulen für diesen Austausch besprochen. Dabei trafen die beiden Lehrer aus Friedrichsthal zwei Kollegen von der Gesamtschule Sulzbachtal in Dudweiler, Elisabeth Haupenthal und Henryk Breitenbach. Sie haben bereits Erfahrungen gesammelt mit einer Schulpartnerschaft mit Polen. "Ihre Partnerschule befindet sich in Jaroslaw, 20 Minuten von Przemysl entfernt", sagt Hillen. Um Kosten zu sparen, wollen die vier Kollegen nun eine Kooperation anstreben und sowohl Austausch als auch Aktionen während des Aufenthalts gemeinsam planen.

Die Lehrer Henryk Breitenbach und Elisabeth Haupenthal von der Gesamtschule Sulzbachtal in Dudweiler.

Nach Angaben von Hillen ist geplant, dass 2011 in der ersten Maiwoche etwa 15 Schüler aus Polen die Edith-Stein-Schule besuchen. Der Gegenbesuch soll die jetzige Klasse 9 M aus Friedrichsthal im September/Oktober nach Przemysl führen. Hillen rechnet mit Zuschüssen der Landesregierung, des deutsch-polnischen Jugendwerkes und mit EU-Mitteln.