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Polizei und Feuerwehr auf A8 nach Lkw-Unfällen im Dauereinsatz

Zwei schwere Unfälle auf der A8 : Lkw fährt in Streckenposten, am Stauende kracht ein Lkw in einen anderen

Auf der A8 haben sich kurz nacheinander zwei schwere Lkw-Unfälle ereignet. Erst fuhr ein Lkw in einen Streckenposten. Dann knallte am Stauende ein Lkw auf einen anderen. Bereits am Montag gab es ein ähnliches Szenario auf der A8.

Auf der Autobahn 8 haben sich an diesem Donnerstag, 3. Dezember, zwei schwere Lkw-Unfälle ereignet. Der erste passierte gegen 10 Uhr in Höhe Friedrichsthal, der zweite gegen 12.55 Uhr am Stauende am Autobahnkreuz Saarbrücken. In beiden Fällen fuhr ein Lastwagen auf einen anderen auf. Beide Fahrer mussten von der Feuerwehr aus den Führerhäusern befreit werden.

Die A8 war bei Friedrichsthal in Fahrtrichtung Zweibrücken nach einem ersten schweren Unfall bis gegen 14 Uhr gesperrt. Der Verkehr wurde über die Ausfahrt Merchweiler umgeleitet. Die Polizei bestätigte auf SZ-Anfrage, dass ein Lkw aus Rosenheim gegen 10 Uhr in Höhe Bildstock aus noch ungeklärter Ursache ungebremst auf ein Absperrfahrzeug des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) gefahren ist.

Nach LfS-Angaben handelt es sich dabei um einen Lkw mit einem Anhänger, auf dem eine Leuchttafel angebracht ist. Das Fahrzeug stand zur Sperrung der Spur auf dem rechten Fahrstreifen. Es war das letzte von drei LfS-Fahrzeugen, die mit Abstand zueinander auf Arbeiten an einer Brücke hingewiesen haben. Die beiden anderen standen als sogenannte Vorwarn-Fahrzeuge auf dem Standstreifen. Ob der Unfallverursacher diese nicht wahrgenommen hat, ist unklar.

Das Absperrfahrzeug des LfS war zum Zeitpunkt des Unfalls unbesetzt. Es diente als letzte Vorwarnung für die Arbeiten mehrere Hundert Meter weiter an einer Brücke in Höhe Bildstock, die über die Autobahn führt. Unter der Brücke waren LfS-Mitarbeiter mit einem Hubsteiger gerade dabei, das Bauwerk turnusmäßig zu überprüfen.

Einsatzkräfte der Polizei-Inspektion Sulzbach und Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsthal und Bildstock waren vor Ort. Der 46 Jahre alte Fahrer des Lastwagens aus Rosenheim war so schwer eingeklemmt, dass seine Bergung längere Zeit dauerte. Sein Gespann – eine Zugmaschine mit einem unbeladenen Anhänger – hatte den Anhänger mit der Warntafel in den Lkw des LfS geschoben. Das Führerhaus, in dem der 46-Jährige saß, war so stark deformiert, dass er erst gegen 11.30 Uhr von den Einsatzkräften befreit werden konnte. Er war zwischen Lenkrad und Sitz eingeklemmt.

Nach Polizei-Angaben war der Mann bei der Bergung ansprechbar. Er erlitt keine lebensgefährlichen Verletzungen und wurde mit Platzwunden am Bein und mutmaßlich einem Schädel-Hirn-Trauma mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Auch der Rettungshubschrauber war im Einsatz und auf der Autobahn gelandet.

Zur Bergung und Räumung der Unfallstelle war unter anderem ein Kranfahrzeug erforderlich. Die A8 war an dieser Stelle für etwa vier Stunden voll gesperrt. Im Zuge des Rückstaus, der sich gebildet hatte, gab es einen weiteren Lkw-Unfall. In Höhe des Autobahnkreuzes Saarbrücken fuhr gegen 12.55 Uhr ein Lkw aus Polen am Stauende aus noch ungeklärter Ursache auf einen anderen Lkw auf.

Auch bei diesem Unfall wurde der Fahrer im stark deformierten Führerhaus eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr befreit werden und kam mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Die A8 war an dieser Unfallstelle bis gegen 18 Uhr vollgesperrt. Der Verkehr wurde laut Polizei über das Autobahnkreuz Saarbrücken und die A1 umgeleitet.

Erst am vergangenen Montag hatte es auf der A8 in Fahrtrichtung Zweibrücken ein ähnliches Ereignis gegeben. In Höhe Quierschied war – unweit der jetzigen Unfallstelle – gegen 13.45 Uhr ein Lkw mit Anhänger ins Schlingern geraten. Der Anhänger stürzte auf die rechte Fahrspur. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Doch im Zuge der Bergungsarbeiten bildete sich ein Stau. An dessen Ende fing am Autobahnkreuz Saarbrücken – auch hier unweit der jetzigen Unfallstelle – ein Transporter Feuer. Dessen Fahrer konnte sich unverletzt retten. Doch die A8 war an dieser Stelle aufgrund der durch die Hitze des Feuers an der Fahrspur entstandenen Schäden bis 0.30 Uhr gesperrt.