Plötzlich ist die Ersatzbank voll

Vier Spiele, zehn Punkte, kein Gegentor: Der Fußball-Saarlandligist SC Friedrichsthal ist prima aus der Winterpause gekommen. Ein Grund für den Aufschwung: Trainer Andreas Fellhauer konnte drei Spieler holen.

Nach der Winterpause präsentiert sich der SC Friedrichsthal in glänzender Verfassung. Der Fußball-Saarlandligist holte zehn Zähler aus vier Partien und kletterte in der Tabelle vom zwölften auf den siebten Rang. Mit dem 5:0-Sieg im Nachholspiel beim Tabellendritten VfL Primstal gelang der Mannschaft von Trainer Andreas Fellhauer am vergangenen Mittwoch eine Überraschung. Neben den Torschützen Sascha Fess (20., 57. Minute), Amin Abdouni (44., 65.) und Sascha Lang (80.) hatte Florian Bohr großen Anteil am Sieg. "Das war mit Sicherheit eine unserer besten Saisonleistungen. Primstal ist alles andere als ein Haufen Blinder, aber wir haben gut gepresst und mutig nach vorne gespielt. Das Wichtigste war aber, dass alle elf Mann und auch die Einwechselspieler einen unglaublichen Zusammenhalt auf dem Platz hatten", erklärt der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler.

Weil der kleine Kader in der Hinrunde immer wieder durch Verletzungen dezimiert wurde und Trainer Fellhauer ständig improvisieren musste, wurde der SC in der Winterpause auf dem Transfermarkt tätig. "Oft mussten angeschlagene Spieler, die nicht hundertprozentig fit waren, auflaufen. Weil wir nun aber wieder sechs Mann auf der Bank hatten, hat einer unserer Betreuer ein Foto von ihnen gemacht und gesagt, dass er so etwas schon ewig nicht mehr gesehen hätte. Das ist kein Witz", sagt Kapitän Bohr grinsend. Neben den Innenverteidigern Mersad Mehmedovic (von Röchling Völklingen) und Dennis Wagner (SV Elversberg II) zieht nun auch Stürmer Sascha Fess (SV St. Ingbert) das Friedrichsthaler Trikot über.

Bohr ist von den Neuzugängen überzeugt: "Sascha hat bereits drei Mal getroffen. Außerdem haben wir nach der Winterpause noch kein Gegentor bekommen. Das spricht auch für Dennis und Mersad. Generell arbeiten wir momentan aber einfach sehr gut im Kollektiv, schaffen es viele Bälle zu gewinnen und sind clever. Wir konnten aber auch vier Mal mit der gleichen Aufstellung auflaufen. Das ist viel wert."

Wie weit es für den SC Friedrichsthal in der Tabelle nach oben gehen soll, lässt Bohr offen: "Ein absolutes Saisonziel haben wir nicht. Wir wollen unsere Serie ausbauen und so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Oben anzugreifen wird sehr schwer, zumal wir schwierige Spiele vor der Brust haben." Eines davon ist das beim SV Bübingen an diesem Sonntag um 15.30 Uhr. "Ich nehme mir jedes Jahr vor, dort zu gewinnen. Geklappt hat es noch nie. Jetzt wird es mal Zeit, auch wenn Bübingen eine gut eingespielte Mannschaft hat."