Plakativ und inhaltsschwer

Ihr pädagogisches Konzept will die Montessori-Gemeinschaftsschule verstärkt öffentlich machen. Mit Hilfe von Plakaten, aber auch am kommenden Samstag, dem Tag der offenen Tür, von 9 bis 12 Uhr.

Es ist jetzt ein Jahr her, dass das Montessori-Zentrum Saar von Schafbrücke nach Friedrichsthal umgezogen ist. Mittlerweile hat man sich bestens eingelebt, bestätigt Anette Dragan, Leiterin der in privater Trägerschaft geführten Gemeinschaftsschule. Gut zu wissen: "Die neuen, geräumigen Schulgebäude liegen tatsächlich nur 16 Minuten Fahrzeit vom Saarbrücker Hauptbahnhof entfernt."

So etabliert der Name Montessori in der Schullandschaft ist: Für welches pädagogische Konzept er steht, darüber herrscht oft noch Unkenntnis. Eine Imagekampagne soll jetzt Abhilfe schaffen.

Seit Kurzem findet man auf Großflächenplakaten im Saarbrücker Raum, unter anderem am Ludwigskreisel und in der Metzer Straße, Fotos aus dem Schulalltag, kombiniert mit den Begriffen "Persönlichkeit", "Freiheit", "Inspiration", "Lerntempo" und "Bildungsweg". "Diese kennzeichnen im Wesentlichen die Montessori-Pädagogik unserer Gemeinschaftsschule", so Anette Dragan.

Entworfen und umgesetzt wurden die Plakate von der Saarbrücker 7°OST Agentur für Kommunikation. "Wir haben versucht, die essenziellen Aspekte der Schule abzubilden, die sie von anderen Mitbewerbern abgrenzt", erläutert Sigrid Hoeller, diplomierte Kommunikationsdesignerin und Mitinhaberin der Agentur. Ihr Anspruch war, das auf möglichst einfache, klare und plakative Art zu realisieren. Punkten kann die Friedrichsthaler Montessori-Schule unter anderem mit drei Arten von Abschlüssen, einem sehr individuellen Lerntempo und einem inspirierenden Umfeld, das freies und selbstständiges Arbeiten ermöglicht und einen echten Freiraum für Entwicklung lässt. Visualisiert wird das durch Porträts authentischer Schülerpersönlichkeiten, "mit denen sich junge Leute identifizieren können und die die Eltern möglichst an ihre eigenen Kinder erinnern".

Für Sigrid Hoeller treffen die fünf Motive und die dazugehörigen Aussagen "einen empfindlichen Nerv", man denke nur an die G8-Problematik.

Geht das Kalkül auf, wird die Schule im besten Falle als das gesehen, was sie für Anette Dragan und die Schulgemeinschaft längst ist: eine hervorragende Alternative zu den Regel-Gemeinschaftsschulen und -Gymnasien mit der Option Zentralabitur, die in mehrfacher Hinsicht das Prädikat "ganz nah" verdient.

Live und in Farbe erleben kann man Montessori a la Friedrichtsthal am Tag der offenen Tür am Samstag, 26. November, von 9 bis 12 Uhr.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Schule.

montessori-sb.de

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