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Leserreporter
Personalmangel contra Spielfreude

Friedrichsthal . Der Zustand des Spielplatzes in der Grillparzerstraße gibt SZ-Leserreporter Dankwart Weyand aus Sulzbach Anlass zur Beschwerde. Wie er auch in einem Brief an Bürgermeister Rolf Schultheis formuliert hat, „habe ich das Beachvolleyballfeld in der Anlage hinter der Edith-Stein-Schule in einem immer (noch) jämmerlichen Zustand vorgefunden“. Weyand hat nach eigener Aussage seine Bemerkungen mit Fotos belegt. In dem Schreiben an Schultheis steht dann weiter: „Das Netz ist total verschlissen. Schließlich hängt es auch das ganze Jahr, Sommer wie Winter, an den Ständern. Da könnte man an Weihnachten eventuell ein waschechtes Christkindlturnier austragen. Wo gibt’s so was noch? Die Netzhöhe beträgt in der Mitte sagenhafte 170 Zentimeter statt der erforderlichen 243 Zentimeter. Ein Spannen des Netzes ist nicht möglich, weil es total verschlissen und zudem stümperhaft aufgebaut worden ist. Mittlerweile haben wir in Eigenregie und auf unsere Kosten das Netz notdürftig repariert, sodass wenigstens ein Spiel möglich ist.“

Eine Feldabgrenzung gebe es schon seit Jahren nicht mehr. Sie sei wohl irgendwann entfernt worden, statt ersetzt zu werden. In dem Brief bittet der Leserreporter darum, „hier endlich Abhilfe zu schaffen und die vorhandenen Ressourcen sinnvoll und effektiv für unser Gemeinwesen einzusetzen.“



Aus dem Rathaus kommt dazu eine Stellungnahme von Sprecher Christian Jung: „Insgesamt hakt die Beseitigung des Übels an der gegenwärtigen krankheitsbedingten Unterbesetzung des Baubetriebshofes. Und in derartigen Situationen nehmen gewisse Aufgaben auf der Prioritäten-Liste die hinteren Plätze ein. Eine Fremdvergabe ist zwar grundsätzlich möglich, aber auch wieder mit erheblichen Kosten verbunden. Hier gibt die Haushaltskonsolidierung enge Grenzen vor.“  Das angesprochene Netz und die Begrenzungen würden im nächsten Jahr angeschafft und montiert. Für einen Ankauf in diesem Jahr stünden die erforderlichen Mittel nicht zur Verfügung.

(thf)