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Oma Molters Rumkugeln – einfach köstlich

Oma Molters Rumkugeln – einfach köstlich

Vorweihnachtliche Stimmung macht sich breit, was auf dem Bildstocker Weihnachtsmarkt deutlich wurde. Dort kam es früh schon zum Gedränge. Und das nicht nur wegen der Weckmänner, die der Nikolaus spendierte.

Der ein oder andere Besucher des Friedrichsthal-Bildstocker Weihnachtsmarkts blieb am Samstagabend an dem in Blau gehauchten Stand in der Mitte des Marktplatzes verdutzt stehen. Gegenüber der Bühne gab es dort nämlich das Angebot der Partei "Die Blauen". Simon Ruser klärte auf: der Spaß einer Clique, die sich schon seit ewig kennt. Man sei zu siebt und das Ganze ein Jux und mehr eine private Initiative. Renner an dem Stand sind "Oma Molters Rumkugeln". Köstlich, die SZ hat sie probiert. Man sei seit vier Jahren mit einem Stand auf dem Markt vertreten. Seit 2011 habe man die legendären Rumkugeln von Oma Anita im Angebot, berichtet Mathias Molter. Seine Großmutter habe 800 dieser leckeren Teile an nur einem Nachmittag hergestellt, sagt der Mann von den Blauen. "Die sind mit viel Liebe gemacht", pflichtet ihm Simon Ruser bei. Derweil rückte der Nikolaus an und beschenkte gegenüber auf der Bühne die Kleinen mit Weckmännern. Die waren heiß begehrt, wie sich an der langen Schlange zeigte.

Bereits zum fünften Mal hatten der Heimatausschuss Bildstock sowie der Heimat- und Verkehrsverein ihre Märkte zusammengetan. Ein Konzept, das aufzugehen scheint. Stellenweise war es schon am frühen Abend richtig eng zwischen den Ständen. Viel Fantasie legten die Vereine beim Angebot ihrer Leckereien an den Tag. Etwa die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg. Bei ihnen standen Wikinger Met und Wikinger Punsch ebenso auf der Karte wie Donuts. Wer seinem Glück ein wenig auf die Sprünge helfen wollte, konnte beim THW-Stand am Glücksrad drehen. Zog man das Verschenken von Marmelade fürs Fest in Erwägung, so hatte man etwa bei den Naturfreunden die Chance dazu. Da konnte man auch in Ruhe überlegen, welche Sorte man nimmt, während der Nachwuchs im dortigen Zelt bastelte. Lieber den Stoffbeutel, den man unter den Tannenbaum legt, gleich selbst herstellen? Das ging beispielsweise an einem der drei Stände des "Kreises der Kreativen". Hier konnte man sich auch mit Mützen und Schals eindecken, was so mancher Besucher tat. Immerhin war es kälter geworden. Ideales Weihnachtsmarkt-Wetter also.

"Bei dem Glühweindampf wird man ja high", sagte lachend Irene Basler. Die Frau hatte am SPD-Stand gerade eine Verschnaufpause eingelegt. Und gerade Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger gesehen, die der Veranstaltung einen Besuch abstattete. Irene Baslers Begleiterin Bärbel Noss hat gleich einen Verbesserungsvorschlag: "Irgendwas müsste man mit der Beleuchtung machen. Die ist romantisch, aber an den meisten Ständen kann ich weder die Auslagen sehen noch mein Geld abzählen. Es ist zu dunkel"; bemerkte die Frau aus Hühnerfeld.

Andere Leute schunkelten derweil vor der Bühne zu dem Lied "We wish you a merry Christmas", das der Spielmanns- und Fanfarenzug des Heimat- und Verkehrsverein Friedrichsthal gerade zum Besten gab.