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Mit dem Surfschein ins weltweite Netz

Mit dem Surfschein ins weltweite Netz

Von der Grundschule in Bildstock aus wurde der neue Surfschein bundesweit freigeschaltet. Er soll mit einem Quiz Schüler und Eltern auf das Internet vorbereiten – auf die Gefahren und auf Bildungsmöglichkeiten.

Grundschülern den Start ins weltweite Netz erleichtern - dies hat sich der Verein Internet-Abc auf die Fahnen geschrieben. Aus diesem Grund wurde jetzt in der Grundschule Bildstock die Neuauflage des Surfscheins gefeiert. Vertreter von Bildungsministerium, Landesmedienanstalt und natürlich der Schule drückten auf den roten Knopf, der bundesweit den Online-Zugang zum Schein freischaltete.

"Der Surfschein wurde neu aufgelegt, damit er auf allen Geräten genutzt werden kann", erklärte Tina Syrowatka am Rande der Veranstaltung. Die stellvertretende Leiterin der Abteilung Medienkompetenz bei der Landesmedienanstalt Saarland (LMS) fügte hinzu, dass dank des umfangreichen Begleitmaterials nicht nur Kindern der Einstieg erleichtert werden soll, sondern auch den Eltern .

Das Erreichen des Surfscheins ist per PC, Tablet oder Smartphone möglich und ähnelt im Aufbau einem Abenteuerspiel. Die Kinder zwischen acht und zwölf Jahre surfen von einer Hauptinsel aus zu verschiedenen Themeninseln. Dort müssen sie Multiple-Choice-Fragen beantworten, etwa, was bei Suchmaschinen zu beachten ist oder auf was man bei sozialen Netzwerken achten sollte. Zurück auf der Hauptinsel erhalten die Kinder bei genügend richtig beantworteten Fragen ihren Surfschein.

Mit dem bundesweiten Freischalten des überarbeiteten Scheines war Bildstock für einen Moment der Nabel der deutschen Online-Welt, wie Jörg Ukrow augenzwinkernd sagte. Der stellvertretende Direktor der Landesmedienanstalt Saarland fügte zu den Kindern gerichtet hinzu: "Damit sollt ihr fit sein für das, was euch in eurer Zukunft international alles erwartet". Schließlich sollte man nicht vergessen, dass das Internet tatsächlich ein "Internationales Netz" sei.

Ohne den Schein sei man natürlich ebenfalls von Computern und anderen Geräten umgeben, erklärte Andrea Becker . Doch, so die Staatssekretärin im Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, "mit dem Schein hat man Kompetenz und eine nachhaltige Medienbildung". Auch Schulleiterin Dagmar Federkeil wies ihre Schüler darauf hin, dass man täglich von PCs, Laptops, Tablets und Smartphones umgeben ist: "Medienkompetenz sollte man bescheinigen und hinterfragen".

Mit dem neuen Surfschein wurde gleichzeitig nochmals darauf hingewiesen, dass es für Schulen die Möglichkeit gibt, das Siegel "Internet-ABC-Schule" zu erlangen. Dieses erhält man, wenn man unter anderem mit der LMS einen kostenlosen Elternabend zur Sicherheit im Internet anbietet oder einer der Lehrer mindestens einmal im Jahr an einer kostenlosen LMS-Fortbildung zur Medienkompetenz teilnimmt.

Zusätzlich zum Surfschein und dem Siegel wurde noch die neue Ausgabe der Broschüre "Flimmo" vorgestellt. In dem Programmratgeber erhalten Eltern Hinweise auf kinderrelevante Sendungen im Fernsehen. Ziel dabei ist es, Eltern und Erziehenden Kinderperspektive auf das Fernsehen zu vermitteln und das auf wissenschaftlicher und pädagogischer Grundlage.

internet-abc.de/kinder

grundschulebildstock.de

flimmo.de